3446233903

Das Leben der Wünsche

Von:
Thomas Glavinic

ISBN:
3446233903

Verlag:
Hanser Belletristik

Erschienen:
2009-08-17

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Rezensionen (8)

 
Beedy
Geschrieben von beedy über Das Leben der Wünsche Star1
25.01.2012 10:57

Inhalt:
************

Jonas, Mittdreißiger, verheiratet, zwei Kinder, eine Geliebte, ein langweiliger Werbejob, beste Freundin bzw. Ex hat Krebs, desillusioniert und festgefahren. So lässt sich das Leben von Jonas, bis auf den Zeitpunkt an dem er einen seltsamen Mann trifft, schnell erklären. Der Mann verspricht ihm drei Wünsche die in Erfüllung gehen werden. Weil Jonas rational denkt, wünscht er sich nur, dass alles was er sich wünscht in Erfüllung geht. Die restlichen Wünsche könnte der Mann behalten. Jonas tut dies alles als Witz ab und schenkt dem Gespräch keine Bedeutung mehr.
Doch langsam aber sicher passieren Dinge, von denen Jonas nicht einmal gewusst hat, dass er sich dies wünschen würde und sein Leben nimmt einen Lauf, das ihn bis an die Grenzen der Realität führt.

Meine Meinung:
*****************

Das Buch begann für mich vielversprechend, doch mit zunehmender Seitenanzahl wurde das Buch für mich immer abstruser. Zu dem Charakter Jonas habe ich keinen Zugang gefunden. Sein Leben plätschert vor sich hin und er wirkt teilnahmslos. Nur die Treffen mit seiner Geliebten scheinen ein Highlight in seinem ganzen Leben zu sein. Man nimmt teil an seinem Leben und darf Fenstergucker spielen, bis auf das Fremdgehen, erhält man aber Zugang zu einem stinknormalen, langweiligen Leben.
Als Leser wartet man auf den Teil, in dem Jonas endlich mal aus der Haut fährt und vor Wut einen Wunsch ausspricht, der gar nicht so wünschenswert wäre. Aber weit gefehlt. Nie verliert Jonas die Beherrschung, nie wünscht er sich etwas.
Die Wünsche werden nicht ausgesprochen und es scheint sich um Herzenswünsche zu handeln, die Jonas nicht mal selbst kennt. Dies macht es aber dem Leser schwierig in die Gefühlswelt von Jonas einzutauchen und deshalb kratzt man nur an der Oberfläche.
Mit einer fast schon stoischen Teilnahmslosigkeit nimmt Jonas alles hin und nicht mal er fragt sich, ob es wirklich sein Wunsch war, wie soll dann der Leser es wissen! Wie soll der Leser dann Zugang zu seiner Gefühlswelt bekommen?

Für mich ist das Ganze undurchsichtig und mehr Emotion wäre wünschenswert gewesen. Zu was etwas wünschen, wenn es einem doch nicht interessiert? Während des Lesens hat Jonas auf mich abgefärbt, ich wurde selbst ganz teilnahmslos.

So habe ich mich danach auch nicht mehr über die schnellen Wechsel gewundert. Vieles in der Handlung bleibt einfach in der Luft hängen. Erklärungen werden ausgespart. Es muss nicht immer alles zerredet oder zerschrieben werden, aber wenn man die ganze Zeit über keine Antworten bekommt, ist es bedrückend.
Das Buch besitzt auch keinen Schluss und so bleibt man fragend zurück.

Jonas driftet auch in das Surreale ab und hier wurde es zunehmend schwieriger für mich auch nur Ansatzweise einen Bezug zu der Geschichte herzustellen. Im Großen und Ganzen zieht sich die Teilnahmslosigkeit durch das Buch wie ein roter Faden. Ich konnte der Geschichte aber nicht wirklich was abgewinnen.
Das Buch bekommt aber trotzdem nicht die schlechteste Bewertung, da ich einfach mit anderen Vorstellungen an das Buch herangegangen bin und es hat mich in eine andere Richtung entführt, als ich geglaubt habe.
Dies ist halt mal das Risiko, wenn man auf Reisen mit einer Geschichte geht. Und so gesehen ist es nicht schlecht, nur sehr eigenartig. Ich scheine den tieferen Sinn aber nicht zu verstehen.

User
Geschrieben von DarkAngel1985 über Das Leben der Wünsche
12.12.2010 21:33

Am Anfang fand ich das Buch ja gut. Da war eine Geschichte und es war alles in einem Rahmen.
irgendwann wurde es einfach zu viel. Es kamen zu viele verschiedene Dinge aufeinander, zu viele Details. Man fragte sich von einem zum anderen Kapitel was nun passiert. Schon allein weil bei einigen Dingen kein wirkliches Ergebnis genannt wurde. Man fragte sich, wie kommt er jetzt dahin, war er nicht gerade noch dort. Es waren so plötzliche Sprünge in dem Buch, die haben mich schon ziemlich verwirrt.

Kleinfriedelchen
10.04.2010 15:57

Nach einer Leseprobe zu diesem Buch war ich sehr gespannt. Ich habe einen Thriller erwartet, bei dem der mysteriöse Mann auf fiese Weise seine Wünsche erfüllt, z.B. seine Frau ermordet, damit er endlich mit seiner Geliebten zusammen sein kann. Stattdessen gab es hier philosophische Abhandlungen über das Leben und den Tod. Aber hier eine etwas genauere Wertung:

Ein Buch, das ohne jegliche Anführungszeichen auskommt, war mal etwas neues. Man gewöhnt sich jedoch sehr schnell an diesen Stil und dadurch liest sich das Buch flüssig weg. Soviel zum Positiven.

Abgesehen davon, dass mir der Hauptcharakter Jonas einfach unsympathisch war, gab es aber auch noch viele andere Kritikpunkte, die zu dieser schlechten Bewertung geführt haben:

In den normalen Handlungsverlauf wurden immer wieder vollkommen abstruse Szenene eingefügt, die nicht nur keinen Sinn ergaben, sondern mich auch an der geistigen Gesundheit des Protagonisten zweifeln ließen. Er steht auf einem Parkplatz und sieht sich plötzlich selbst als eine zweite Person, die letztendlich mit ihm verschmilzt. Er fährt einem fremden Mann hinterher, der gar kein Gesicht hat. Bei einer Bergwanderung sieht er zwei Männer, die auf eine Frau einprügeln, natürlich sind das nur Geister aus einer vergangenen Zeit. Er sitzt im Auto und plötzlich schwebt er über der Erde und sieht neben sich den Mond. Spätestens hier möchte man Jonas rezeptpflichtige Medikamente verschreiben und die Männer mit den weißen Jäckchen anrufen. Vermutlich soll diesen Szenen eine tiefere Bedeutung zukommen, die mir leider vollkommen entgangen ist.

Desweiteren waren die Gefühle der Charaktere irgendwie nicht nachvollziehbar. Plötzlich schreit Jonas rum, was aber nur durch dieses Wort vermittelt wird und sich nicht aus dem Kontext ergibt. Im Allgemeinen ist mir das ewige Rumgejammere von Jonas und Marie auf die Nerven gegangen, wie gern sie doch zusammen wären aber nicht können. In einer anderen Geschichte wäre dies sicherlich Stoff für eine herzzerreißende Liebesgeschichte gewesen, hier hat mich das einfach genervt.

Der mysteriöse Mann vom Anfang taucht übrigens nicht ein einziges Mal wieder auf. Als sich die Todesfälle und Unfälle um Jonas herum häuften, wurde mir schon klar, welche der am Anfang geäußerten Wünsche der Mann ihm erfüllt. (Einfach mal in die Leseprobe gucken)

Am Ende musste ich mich zum Weiterlesen zwingen, weil mich auch gar nicht mehr interessiert hat, was nun noch passieren soll.

Hinter der Grundidee des Buches steckte viel Potenzial, das meiner Meinung nach vollkommen verschenkt wurde. Schade!

User
Geschrieben von Lyra70 über Das Leben der Wünsche Star2
02.09.2009 09:47

Jonas, der Hauptprotagonist dieses Romans hat eine wundersame Begegnung.
Ein Mann, der alles über ihn zu wissen scheint, spricht ihn auf der Strasse an und bittet ihn, sich zu ihm zu setzen.
Dieser Mann ist namenlos, sein aussehen, so sagt er, hat er Jonas zu verdanken.
Er bietet Jonas an ihm 3 Wünsche zu erfüllen. Jonas ist etwas überfordert, erst denkt er dieser Mann ist ein Detektiv. Denn dieser Mann weiß von dem Verhältnis von Jonas das er mit Marie hat.
Jonas möchte aber nicht seine Ehe mit Helen gefährden und er will auch nicht seine zwei Söhne verlieren.

Jonas sinniert mit dieser "guten Fee", die eigentlich eher schlecht gelaunt ist, als freundlich. So steckt hinter dieser lieben Fee, wahrscheinlich der Teufel höchstpersönlich. So wünscht er sich, dass alle seine Wünsche in Erfüllung gehen, somit hätten sich die anderen 2 Wünsche schon von selbst erledigt. Aber Vorsicht, will man wirklich dass sich alle Wünsche erfüllen. Auch was man sich achtlos und ohne nachzudenken gewünscht hat?

Ich bin etwas verwirrt, was das Buch betrifft.
Gehen die Wünsche wirklich in Erfüllung, oder ist es Zufall. Oder was noch verwirrender ist, erlebt Jonas diese Sachen wirklich? Er könnte ebenso gut im Koma liegen und phantasieren.
Die Charaktere wirken etwas unsympathisch und nicht sehr detailliert ausgearbeitet. Einige Figuren werden gar nicht, oder erst sehr spät näher beschrieben.
Die Art wie der Autor gesprochenes darstellt ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht neu. Ich habe in letzter Zeit des Öfteren die Kursivdarstellung von Zitaten in Büchern gesehen.
Der Schreibstil an sich ist klar und deutlich, einzig die ständigen Verwirrungen lassen einem das Buch nicht flüssig lesen.
Die Monotonie des Alltags und die Kritik an der Gesellschaft an sich, war sicher ein Grundgedanke des Plots, leider ist die Umsetzung eher dürftig.
Störend empfand ich die vielen kleinen Unterkapitel, stellenweise hab ich diese als reine Notizen des Autors Thomas Glavinic empfunden.

Phantomime
Geschrieben von Phantomime über Das Leben der Wünsche Star1
17.08.2009 10:20

Leider muss ich genau diesen Satz zu diesem Buch schreiben...ich habe mir so sehr gewünscht es zu bekommen,aber es war so enttäuschend,daß ich es abbrechen musste :-( Ich kam von Anfang an nicht in die Handlung rein...fand den Hauptprotagonisten Jonas mehr als unsympathisch und leider war von Wünschen in dem Buch auch gar keine Rede,man (also ich zumindest) konnte auch nichts von unterschwelligen Wünschen herauslesen :-( Die Idee war gut,aber mehr als schlecht umgesetzt,sehr,sehr schade.:-(((

Silkedb
Geschrieben von silkedb über Das Leben der Wünsche Star3
14.08.2009 14:36

Inhalt:
Jonas könnte glücklich sein. Wunschlos glücklich. Er ist verheiratet mit Helen, hat zwei Söhne namens Tom und Chris, einen Job der viel Freiraum lässt und eine Geliebte die seine sonstigen Bedürfnisse erfüllt.
Als er nun eines Tages auf einer Parkbank einen abgerissen wirkenden Mann trifft, der ihm die Erfüllung dreier Wünsche anbietet, hält Jonas das zunächst für einen Scherz.
Doch der Fremde lässt nicht nach und so wünscht sich Jonas schließlich die Erfüllung aller seiner Wünsche, was er für ziemlich clever hält.
Das Leben nimmt seinen Verlauf, doch so langsam treten kleine Veränderungen ein.
Jonas Aktien (eigentlich Fehlinvestitionen) haben unerwartete Zuwächse und sein kleiner Sohn, der bisher etwas zu kurz geraten war, legt ebenfalls einen Wachstumsschub hin.
So ganz wunschlos, kann Jonas also nicht sein.
Aber Schlimmes kann doch gar nicht passieren, denn Jonas ist doch ein guter Mensch, der sich niemals etwas wünschen würde, das anderen schadet, oder?

Meine Meinung:
Eigentlich hat mir "Das Leben der Wünsche" ganz gut gefallen.
Aber man merkt schon, dass da so ein kleiner Zweifel in meiner Aussage ist.
Ich habe bei dem Buch etwas vermisst und ich kann nicht formulieren was es was. Ganz sicher spielt dabei eine große Rolle, dass ich das Ende einfach nicht verstanden habe. Meiner Meinung nach fehlte da noch ein Kapitel, das mir die Klärung und den "Aha-Effekt" bringt.
Geschrieben ist "Das Leben der Wünsche" aus Sicht eines Mannes und über das Leben eines Mannes. Als Einblick, wie denn Männer so ticken ist es also gar nicht schlecht.
Übertragbar ist die Geschichte aber in Ansätzen eigentlich auf jeden von uns.
Was wünschen wir uns ganz tief in uns drin, wovon wir niemals jemandem etwas sagen würden?
Würden wir das Angebot annehmen, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden? Wie steht es mit den Konsequenzen auf das Leben unserer Mitmenschen? Würden wir nur die Vorteile sehen, oder vielleicht doch auch eine Art Reue für unseren Egoismus empfinden?
Für mich warf dieses Buch eine Reihe von Fragen auf. Für mich selber kann ich sie beantworten, aber die Hauptfigur Jonas ist mir weiterhin dubios.
"Das Leben der Wünsche" ist das erste Buch von Thomas Glavinic, das ich gelesen habe. Im Vorwort wird auf eine Verbindung zu einem anderen Buch von ihm hingewiesen. Vielleicht wird vieles klarer, wenn man auch dieses Buch kennt.
Nun, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich noch einmal auf das Experiment "Thomas Glavinic" einlassen möchte. Empfehlen kann ich dieses Buch allen Freunden anspruchsvoller Literatur. Vielleicht auch etwas für Leser der Bücher von Jakob Hein.
Zwischen dem Titelcover und dem Buchinhalt konnte ich übrigens keine Verbindung feststellen.

Fazit:
Ich hab das Buch zwar nicht wirklich verstanden, aber vielleicht haben andere da mehr Erfolg.

Josie0412
Geschrieben von Josie0412 über Das Leben der Wünsche Star1
01.08.2009 13:34

Das Buch hat großes Potential, aber es ist leider absolut nichts daraus gemacht worden. Sehr schade....

In dem Buch geht es um Jonas, verheiratet, 2 Kinder, Angestellter und Geliebter einer anderen verheirateten Frau. Eines Tages begegnet ihm ein Mann, der ihm drei Wünsche erfüllen möchte. Danach nimmt die Geschichte seinen Lauf.
Jonas' Frau stirbt, er erlebt einen Tankstellenüberfall bei dem der Kassierer erschossen wird, er überlebt ein Flugzeugabsturz, da er gar nicht erst an Board geht usw.

Ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch relativ sprachlos gemacht hat, denn anscheinend hat sich mir leider nicht der Sinn dahinter erschlossen.
Die Personen, die am Rande auftauchten waren farblos, und ich musste häufiger nachschauen, ob sie schon mal in dem Buch auftauchten, weil mir die Namen so gar nichts sagten.
Des Weiteren war mir die Story zu wirr, ohne einen roten Faden und teilweise vollkommen zusammenhanglos aneinandergereiht. Schade, die Idee dahinter war nicht schlecht, aber von Umsetzung leider keine Spur.

Hrafnaklukka
Geschrieben von hrafnaklukka über Das Leben der Wünsche
29.07.2009 08:37

was bist Du bereit zu zahlen?

Jonas könnte eigentlich ein zufriedener Mann sein: neben einer Ehefrau und zwei Kindern hat er noch eine schöne Geliebte, einen Job und ein gutbürgerliches Leben.Eines Tages erscheint ihm seine persönliche gute Fee: ein Mann mit Bierfahne im weißen Anzug und Goldkettchen bietet ihm drei Wünsche an. Jonas löst das Problem auf seine ganz eigene Art: er wünscht sich einfach, das alle seine Wünsche in Erfüllung gehen.
„Es geht nicht darum, was Sie wollen, sondern darum, was Sie sich wünschen“.
Am nächsten Tag fangen die Wünsche an, sich zu entfalten, so steigen seine Aktien und sein kleinwüchsiger Sohn schiesst um 4cm in die Höhe. Als seine Frau tot in der Badewanne liegt, kommen Jonas Zweifel ob er bereit ist, den Preis für ein „Leben der Wünsche“ zu zahlen ….....

Bedenke, was Du Dir wünschst – es könnte in Erfüllung gehen: das könnte man auch in Bezug auf dieses Buch sagen, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe, da ich mir aufgrund der originellen Idee ein gute Geschichte versprochen habe. Leider ließ die Umsetzung in diesem Falle wirklich zu wünschen übrig. Jonas ist ein unsympathischer und emotional träger Mann. Seine Handlungen und Denkweisen sind für mich schwer nach zu vollziehen. Seine Mitstreiter wirken lieblos und ohne Pepp. Auch die Wendungen der Ereignisse finde ich mehr als merkwürdig, und dabei meine ich nicht den Fantasy-Teil – also die Erfüllung der Wünsche - , sondern das rumgehampel mit Werner, Evie, Nina und Marie. Fehlende Interpunktion und kryptisch verfasste Absätze erschweren den Lesefluss, den berühmten „roten Faden“ habe ich nicht entdecken können. Außerdem ist es für meinen Geschmack etwas zu langatmig – für einen 320 Seiten langen Roman passiert nicht viel bedeutendes, die Erzählung plätschert im ewigen Einerlei vor sich hin. Fazit: vielleicht bin ich nur enttäuscht, weil ich etwas ganz anderes erwartet habe. Aus der Idee hätte man auf jeden Fall mehr raus holen können. Mir hat es nicht gefallen, aber wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.

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