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3442472482

Der Hexenturm: Roman

Von:
Deana Zinßmeister

ISBN:
3442472482

Verlag:
Goldmann Verlag

Erschienen:
2010-11-15

Wo kann ich das kaufen:

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4 Mitglieder haben Rezension zu diesem Buch geschrieben

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Rezensionen (4)

 
Zeilenwiesel
Geschrieben von Zeilenwiesel über Der Hexenturm: Roman Star5
29.04.2014 10:26

Meine Meinung:

Nachdem mir „Das Hexenmal“ schon überaus gut gefallen hat, wollte ich die vorliegende Fortsetzung natürlich auch lesen.

Die Geschichte beginnt dort, wo die Erste aufgehört hat, bei der Flucht der fünf jungen Leute.
Das Wetter wird schlechter und die Gruppe ist auf der Suche nach einer Unterkunft für die Winterzeit.
Sie müssen eine Menge Widrigkeiten in kauf nehmen, haben aber immer wieder das Glück auf nicht alt zu misstrauische Mitmenschen zu treffen, die ihnen ein kleines Stückchen weiter helfen.

Als sie zum Gestüt der Regina Rehmringer kommen, werden sie mit offenen Armen aufgenommen. Dort gab es unendlich viel Arbeit für die Fünf, aber sie scheuten diese nicht und hatten ein festes Dach über dem Kopf.
Ganz zur Ruhe konnte sie aber denn noch nicht kommen. Waren doch immer noch Hascher hinter ihnen her. Die ihrer habhaft werden wollten.
Ob sie ihrem Schicksal entrinnen konnten oder nicht, das solltet ihr selber ergründen.

Deana Zinßmeister hatte mich mit ihrem lebhaften und flüssigen Schreibstil wieder sehr schnell in den Bann der Geschichte gezogen. In kleinen Rückblenden wird immer wieder erzählt, was im ersten Band vorgefallen war, somit war der Einstieg in diese Fortsetzung sehr schnell gegeben. Mir kam es vor, als wenn ich das erste Buch gerade erst ausgelesen hatte.
Die Guten und auch die Bösen Charaktere wuchsen einem regelrecht ans Herz. Immer mehr erfuhr ich über ihr Handeln und ihre Hintergründe. Sodass sich für mich die Lager Gut und Böse immer besser abzeichneten.

Das Kopfkino war auch hier wieder in vollem Umfang vorhanden.

An Anfang des Werkes gab es eine Landkarte, auf dieser konnte ich sehr schön die Wanderung der Fünf verfolgen.
Am Ende des Buches findet sich ein Personenregister.
Im Nachwort erklärt die Autorin dann auch noch was und wen es damals wirklich gegeben hat, und was frei erfunden war.
Wer sich noch etwas tiefer in diese Zeit einlesen möchte, kann in der Bibliografie auf den letzten Seiten schwelgen.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und war etwas traurig, als ich von dieser Geschichte nun endgültig Abschied nehmen musste.

Deana Zinßmeister hat sich bei mir mit diesem Buch noch fester in die Liste der bevorzugten Autoren eingeschrieben.

Es ist immer etwas Besonderes, wenn in einem Roman auch etwas Wahres wiedergegeben wird und nicht alles Fiktion ist. So kann ich als Leser immer noch etwas Geschichte dazulernen, hierbei sogar aus dem eigenen Land.

Silki
Geschrieben von silki über Der Hexenturm: Roman Star4
06.12.2012 11:48

Seit ihrer Flucht ins Hessenland sind die fünf jungen Thüringer Johann, Franziska, Katharina, Clemens und Burghard auf der Suche nach einer Bleibe. Sie kommen auf dem Gestüt des Pferdehändlers Rehmringer unter, doch nicht jeder im Dorf ist ihnen wohlgesinnt. Auch in den Nachbarorten herrscht Unfrieden, denn hier überführt der Magier Barnabas als vermeintlicher „Hexenerkenner“ Frauen der Zauberei. An seiner Seite befindet sich eine geheimnisvolle „Kinderhexe“, und gemeinsam hinterlassen sie eine Spur des Grauens. So kommt es, dass bald auch die jungen Thüringer nicht mehr sicher sind…

Kimvi
Geschrieben von KimVi über Der Hexenturm: Roman Star4
28.01.2011 13:38

"Der Hexenturm" ist der Folgeband zu Deana Zinßmeisters historischem Roman "Das Hexenmal". Er knüpft zeitnah an die Erlebnisse aus dem ersten Teil an und erzählt die Geschichte der fünf jungen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Heimatland verlassen mussten, weiter.

Die Flucht ins Hessenland ist den fünf Weggefährten gelungen. Sie rechnen jedoch ständig damit von ihren Verfolgern eingeholt zu werden. Johann und Franziska fürchten, dass Bonner niemals Ruhe geben wird, bevor Franziska als verurteilte Hexe auf dem Scheiterhaufen brennt. Katharina ist noch immer nicht dazu bereit, den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Schwester zu erfüllen. Ein Leben an der Seite ihres ehemaligen Schwagers kann und will sie sich nicht vorstellen. Clemens hofft, dass er auf seiner Flucht den auf ihn angesetzten Söldner Hastenteufel abschütteln kann und Burghard versucht weiterhin dem Magier Barnabas und seinem Begleiter Servatius aus dem Weg zu gehen.

Die Freunde finden auf dem Gestüt Rehmringer Arbeit und Unterkunft. Sie hoffen darauf, sich ein neues Leben aufzubauen. Für Franziska und Johann ist eine feste Bleibe besonders erstrebenswert, da die Geburt ihres ersten Kindes unaufhaltsam näher rückt. Doch die Fremden werden längst nicht von allen Bewohnern mit offenen Armen empfangen. Sie treffen auf Neid und Missgunst. Auch innerhalb der Freunde kommt es zum erbitterten Streit, da Clemens und Burghard Gefallen an der hübschen Katharina finden. Mittlerweile hat der Söldner Hastenteufel erste Spuren entdeckt und beginnt mit der intensiven Verfolgung von Clemens. Er rückt den Freunden dabei immer näher. Auch Bonner macht sich auf den Weg um die Hexe Franziska zu stellen.

Den Magier Barnabas und seinen Begleiter Servatius verschlägt das Schicksal ebenfalls in die Nähe der Flüchtigen. Barnabas bietet auch im Hessenland seine Dienste als Hexenerkenner an und hat Unterstützung durch ein junges Mädchen erhalten, welches ebenfalls in der Lage ist Frauen der Zauberei zu überführen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Flüchtigen ihren alten Widersachern erneut gegenüber stehen.

Meine Meinung

"Der Hexenturm" ist bereits der zweite Band um die fünf Weggefährten. Das Buch lässt sich jedoch problemlos ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesen. Zum besseren Verständnis der Handlung gibt es einige kurze Rückblicke in die Vergangenheit. Mit diesen Informationen kann man dem aktuellen Geschehen mühelos folgen. Es wird dabei auch nicht zu viel verraten, sodass man den ersten Teil durchaus nach dem eigentlichen zweiten Band lesen könnte, ohne sich dadurch die Lesefreude zu verderben. Bei Fortsetzungsromanen ist es sicher empfehlenswert die richtige Reihenfolge einzuhalten, doch bei diesen beiden Romanen ist es nicht zwingend notwendig, da sie unabhängig voneinander gelesen werden können.

Die Fortsetzung knüpft beinahe nahtlos an das Ende des vorangegangenen Bandes an. Dabei wird die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Zunächst verlaufen die Handlungsstränge nebeneinander, doch gelegentlich verknüpfen sich die Handlungsfäden locker miteinander, sodass man einige Szenen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Das Schicksal hält einige Überraschungen für die Flüchtenden und ihre Verfolger bereit. Sie ahnen dabei natürlich nicht, wie nah sie einander manchmal sind. Gelegentlich treffen die Widersacher der fünf Freunde aufeinander. Sie wissen allerdings nicht, dass ihre Suche ein gemeinsames Ziel hat. Der Perspektivenwechsel liefert einen umfassenden Überblick über das Geschehen und steigert die Spannung. Relativ kurze und geschickt endende Kapitel verstärken diesen Effekt noch.

Die fünf Hauptprotagonisten wachsen einem bei ihrer Flucht schnell ans Herz. Man nimmt Anteil an den unterschiedlichen Schicksalen und verfolgt gebannt den weiteren Verlauf der Erzählung. Die fünf Weggefährten wirken dabei sympathisch und lebendig. Obwohl sie natürlich die \"Guten\" in dieser Erzählung sind, haben die Akteure nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen und diesen geben sie auch gelegentlich nach. Aber genau das, füllt die Handlung mit Leben und lässt die Protagonisten und ihre Handlungen authentisch wirken. Deana Zinßmeister beschreibt ihre Figuren und die wechselnden Handlungsorte so detailliert, dass man sie vor Augen hat. Der Mönch Servatius zählt zu den Verfolgern. Seine mangelnde Körperhygiene wird so intensiv beschrieben, dass man schon versucht ist, selbst die Nase zu rümpfen. Seine übrige Verhaltensweise verstärkt noch den negativen Eindruck, den man von ihm gewinnt. Auch die anderen \"Bösen\" dieser Handlung werden facettenreich beschrieben. Man leidet mit den fünf Freunden und ist erleichtert, wenn das Schicksal es mal nicht so gut mit den Bösewichten meint.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann in die Handlung eintauchen und ihr, trotz unterschiedlicher Erzählstränge, mühelos folgen. Der historische Hintergrund des Romans ist gut recherchiert und fließt in die Handlung ein. Die Hexenprozesse haben sich tatsächlich so zugetragen und die Menschen glaubten fest an die Existenz dieser unheimlichen Wesen. In dieser Erzählung gibt es etliche Personen die damals gelebt haben. Im angefügten Personenregister sind ihre Namen gekennzeichnet. Am Ende des Buchs findet man außerdem ein interessantes Nachwort, in dem genau erklärt wird, wo sich historische Fakten mit der schriftstellerischen Freiheit der Autorin mischen.

Mein Fazit

Ich habe bereits den ersten Band mit Begeisterung gelesen. Auch der Folgeband konnte mich wieder durch lebendige Charaktere und eine fesselnde und spannungsreiche Erzählung überzeugen. Die Geschichte der fünf Hauptprotagonisten ist zwar insgesamt gesehen abgeschlossen, doch ein paar lose Handlungsfäden am Ende der Geschichte, wecken in mir die Hoffnung auf einen weiteren Teil.

Henriette
Geschrieben von Henriette über Der Hexenturm: Roman Star5
04.01.2011 18:17

„Der Hexenturm“ ist die Fortsetzung von „Das Hexenmal“. Der Leser begleitet in diesem Band die fünf jungen Personen weiter auf ihrem Weg. Da sind Johann und Franziska, inzwischen verheirat. Sie flüchten vor Johanns Vater, der Franziska als Hexe denunziert hat. Katharina flüchtet vor ihrer Familie. Sie soll ihren Schwager heiraten. Dies war der Wunsch ihrer verstorbenen Schwester. Clemens flüchtet vor seinem Mörder. Der wurde von seinem Schwager angeheuert. Und Burghard, Mönch, wird von seinem Glaubensbruder des Stehlens bezichtigt. Sie alle finden gemeinsam eine Zuflucht auf einem Gestüt. Was ihnen allerdings nicht bekannt ist, sind die ganzen Geschehnisse, die ihren Widersachern widerfahren. Wendet sich doch noch alles zum Guten??

Deana Zinßmeister hat mich von Beginn an mit der Geschichte „Der Hexenturm“ in ihren Bann gezogen. Sie hat einen Roman geschrieben, wo die Personen im Vordergrund stehen. Natürlich hat sie auch geschichtliche Hintergründe mit einfließen lassen, aber sie haben die Geschichte nicht erdrückt.
Gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Schicksale der einzelnen Charaktere als Rückblende angerissen hat. So hatte ich immer nochmals vor Augen, warum und weshalb etwas passierte.
Der Schreibstil war hervorragend, leicht zu lesen.
Das Nachwort und das Personenregister empfand ich als hilfreich. So erhielt ich Infos, die mir zwischen „Das Hexenmal“ und „Der Hexenturm“ verloren gegangen waren.

Fazit: Für diese wunderbare Unterhaltung und herrliches Kopfkino vergebe ich fünf von fünf Sternen.

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