3499267039

Ein ganzes halbes Jahr

Von:
Jojo Moyes

ISBN:
3499267039

Verlag:
rororo

Erschienen:
2013-03-21

Wo kann ich das kaufen:

Amazon (EUR 14,99) Refresh | Suche in eBay
 

5 Mitglieder haben Rezension zu diesem Buch geschrieben

Rezension schreiben

Rezensionen (5)

 
Naniluna
Geschrieben von NaniLuna über Ein ganzes halbes Jahr Star4
15.03.2014 10:54

Meine Bewertung:

Handlung 1

Will sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und ist gelähmt. Louisa wird als Pflege für ihn eingestellt und soll versuchen Will das Leben freundlicher zu gestalten.

Charaktere 1 –

Will und Louisa sind mir schon ziemlich sympatisch und auch Nathan, aber ich hätte oft viel lieber mehr darüber gelesen als über Louisas restliches Leben. Ziemlich unsympatisch dagegen find ich Patrick, Katrina und Georgina. Die nerven mich mittlerweile sogar eher und Patrick könnte mittleweile wirklich schon eher aus der Geschichte genommen werden sollen. Ich find Louisa und er passen gar nicht zusammen. Der Rest der Charaktere ist mir eigentlich ziemlich gleichgültig.

Idee/ Umsetzung 1 -

Die Idee ist nicht mehr ganz neu. Die Umsetzung mag ich teilweise ganz gern, aber oft ist sie auch uninteressant oder langweilig.

Schreibstil 1

Der Schreibstil ist ganz nett und das Buch ist gut und recht leicht zu lesen.

Erzählerspektive 1

Die Geschichte wird von Louisa erzählt und einmal aus der Sicht von Louisas Mutter Camilla. Im Prinzip mag ich das schon, aber ab und zu find ich das mit Louisa auch langweilig und da hätte ich dann lieber mehr von Will erfahren.

Liebesgeschichte 1 –

Also ehrlich gesagt kann die mich nicht überzeugen. Angeblich soll es ja eine Liebgesgeschichte zwischen Will und Lou geben, aber nach 300 Seiten ist da noch nicht viel mehr von zu merken als dass es ein paar wenige Andeutungen gibt. Ausserdem ist ja auch Louisa die meiste Zeit mit Patrick zusammen und deren Beziehung interessiert mich so rein gar nicht.

Covergestaltung 2 –

Das Cover find ich eher schlicht und nicht besonders schön, aber irgendwie hat es doch was.

Länge der Kapitel 1

Die Kapitel sind meist schon eher lang, aber am Anfang hat mich das noch nicht so gestört. Zum Ende zog es sich dann etwas.

Namen 1 +
Die Namen sind teilweise sehr schön. Wie Louisa und Will. Auch Patrick oder Katrina gefallen mir schon sehr gut.

Preis 1

Der Preis ist ok für ein Taschenbuch.

Ende 1 –

Auch das Ende hat mich nicht wirklich begeistert. Es wirkte abgehakt und ich hatte bis zum Ende noch erwartet, dass es anders kommt.

Fazit 1

Vermutlich hab ich einfach von diesem Buch zu viel erwartet. Ich hab so viel gutes darüber gehört, aber mir hat es nur halb gefallen. Die Idee war nicht mehr wirklich neu und die Charaktere waren mir zum größten Teil egal oder unsympatisch. Auf Patrick und Treena zum Beispiel hätte ich auch gut und gern verzichten können. Eigentlich mochte ich nur wirklich Lou, Will und Nathan. Irgendwann wurde es dann etwas zäh, die Geschichte kam nicht wirklich voran fand ich. Es gab schöne und rührende und witzige Szenen zu Anfang, aber nach 300 Seiten wurde ich das Buch dann ehrlich gesagt auch langsam etwas Leid.

Aleshanee
Geschrieben von Aleshanee über Ein ganzes halbes Jahr Star5
11.11.2013 07:27

"… Will Traynor, 35 Jahre, ehemaliger Teilhaber der Firma Madingley Lewis in der City of London (…) erlitt im Jahr 2007 bei einem Verkehrsunfall eine Rückenmarksverletzung und wurde als C5/C6-Querschnittspatient mit nur noch sehr eingeschränkten Bewegungsfähigkeiten eines Armes diagnostiziert ...“ S. 512

Zum Inhalt

Louisa Clark ist 27, lebt in einem winzigen Zimmer im Haus ihrer Eltern und unterstützt sie mit ihrem Gehalt, das sie sich in dem netten Pub Buttered Bun verdient. Als der Laden schließt und gleichzeitig die Entlassung ihres Vaters droht, scheint das einzige vermittelbare Jobangebot für Louisa das einer Pflegekraft für einen Rollstuhlfahrer zu sein. Sie geht mit widersprüchlichen Gefühlen zu dem Vorstellungsgespräch, ohne eine Ahnung, auf was sie sich da genau einlässt. Die Mutter des Patienten, Camilla Traynor, ist eine schwierige, anmaßende Person – doch das Gehalt ist überdurchschnittlich gut und Lou weiß, dass sie diesen Job dringend braucht.

Nachdem sich jedoch herausstellt, dass der zu betreuende Mann, Will Traynor, ein verbitterter, sarkastischer Kerl ist, der ihr mit jedem Wort, mit jeder Geste zeigt, dass er sie nicht um sich haben will, steht sie kurz davor, diesen Job zu kündigen. Als Will´s Exfreundin und ein gut befreundeter Arbeitskollege ihn besuchen, belauscht Louisa einen Teil des Gesprächs und zum ersten Mal kann sie erahnen, welches Leid er in den letzten zwei Jahren durchleben musste. Sie beginnt, ihre Einstellung ihm gegenüber zu ändern und verstrickt sich immer mehr in das Leben und die Gefühle von Will, die ihn seit dem Unfall zu überschwemmen drohen. Diese Veränderung wirkt sich nicht nur auf Louisa aus, auch Will scheint einen Wandel zu durchlaufen und zum ersten Mal seit dem Unfall scheint sein Leben wieder an Bedeutung zu gewinnen.

Meine Meinung

Ich lese eigentlich keine Liebesromane, und auch keine tragischen Geschichten – eigentlich. Nachdem ich in den letzten Wochen und Monaten wirklich überall auf dieses Buch gestoßen bin und nur gute Meinungen darüber gehört habe, wollte ich mir zumindest einmal die Leseprobe auf meinen Reader laden und, was soll ich sagen, sie hat mich sofort in den Bann gezogen.

Als ich endlich vor zwei Tagen das Buch in die Hand genommen habe, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist flüssig geschrieben, man ist sofort in der Geschichte drin und die Seiten fliegen nur so dahin. Berührend und mit sensibler Ehrlichkeit wird diese ergreifende Beziehung erzählt, die sich zwischen Louisa und Will entwickelt, alles, was passiert, fühlt sich echt und wirklich an.

Die Handlung lebt von den Charakteren. Louisa hat ein eintöniges Leben. Sie steht immer etwas im Schatten ihrer Schwester, muss ihre Eltern mit Geld unterstützen und hat in deren Haus nicht einmal ein normales Zimmer für sich. Seit 7 Jahren ist sie mit ihrem Freund Patrick zusammen, obwohl sie überhaupt nicht weiß, was sie wirklich an ihn bindet. Louisa war mir sofort sympathisch – gerade weil sie ein ganz "normales" Leben führt und dennoch eine außergewöhnliche Kraft in sich trägt, die man ihr am Anfang gar nicht zugetraut hätte. Die Arbeit mit Will reißt sie aus ihrem jahrelangen Trott. Sie wird offener, hinterfragt plötzlich existenzielle Dinge in ihrem Leben und wird sich der Oberflächlichkeit ihrer langen Beziehung mit Patrick bewusst.

„Es kam mir vor, als würde ich ein Leben führen, über das ich vorher nicht hatte nachdenken können.“ S. 343

Will hingegen ist ein gutsituierter Mann; vor dem Unfall beruflich erfolgreich und überheblich, ein vom Leben verwöhnter Snob, der es in vollen Zügen genossen hat.

„Ja. Aber zu meiner Verteidigung kann ich vorbringen, dass ich ein Arschloch war.“ S. 382

Dieser Schicksalsschlag hat ihn innerlich zerstört. Die Freundin hat ihn verlassen, seine berufliche Karriere ist dahin, alles, wofür er gelebt hat, ist in unerreichbare Ferne gerückt und er kann ein Leben für sich in diesem Zustand nicht mehr akzeptieren. Er ist verbittert und zu keiner Freude mehr fähig.

Sehr einfühlsam werden die vielen Beschwerden, Schmerzen und zusätzlichen Belastungen beschrieben, die das Leben einer solchen Beeinträchtigung mit sich führt und wie viele Situationen von Abhängigkeit und dem Gefühl des Ausgeliefertseins bestimmt sind. Es ist auch ein Apell, mit Behinderungen offener umzugehen und alle Menschen gleichwertig zu behandeln. Sie mit Samthandschuhen anzufassen ist meist noch demütigender und frustrierender als das ständige Mitleid und die Bevormundung. Auch die Prise Humor hat nicht gefehlt.

Überhaupt werden einige sehr sensible, aufrüttelnde Fragen aufgeworfen, was im Leben denn wirklich eine Bedeutung hat – und dass die Antwort auf diese Fragen nicht für jeden Menschen dieselbe ist: Der Unterschied der sozialen Verhältnisse im Vergleich von Lou und Will und auch der Zusammenhalt der Familien. Der Schönheitswahn unserer Zeit, der sich in den sportlichen Exzessen von Lou´s Freund Patrick gezeigt hat, im Zusammenhang mit Will´s völligem Kontrollverlust. Die Wünsche, Perspektiven und Ziele, die sich jeder setzt und wie man mit einer Situation fertig wird, die all das revidiert und die stete, unerschütterliche Frage: Was macht das Leben für mich lebenswert?

Die Anspannung hat mich bis zum Schluss nicht losgelassen. Aber auch darum geht es, loslassen und Entscheidungen anderer Menschen akzeptieren zu können. Denn ist es wirklich egoistisch von Will, aus dieser Situation fliehen zu wollen oder ist es nicht auch von all den anderen egoistisch, ihn um jeden Preis „behalten“ zu wollen …

Fazit

Ein sehr emotionales Buch – seit langem das erste, bei dem ich zu Tränen gerührt war. Es greift das Thema Sterbehilfe tatsächlich auf eine unterhaltsame und sehr einfühlsame Art auf und wird viele Menschen zum Nach- oder Umdenken anregen.

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de

Silkedb
Geschrieben von silkedb über Ein ganzes halbes Jahr Star5
29.04.2013 10:37

Ich habe selten zuvor ein Buch gelesen, das einen beim Lesen so oft schlucken lässt. Ich empfinde große Erleichterung, dass niemand in meinem Familien- und Freundeskreis bisher so Schweres durchmachen musste wie Will hier und ich habe großen Respekt vor allen die es geschafft haben, ihr Leben trotz aller Handicaps zu akzeptieren und zum Guten zu wenden. "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes ist ein Roman und doch zeigt es auch ein Stück Leben. Eigentlich müsste diesem Buch direkt eine Familienpackung Taschentücher beiliegen, denn die habe ich beim Lesen gebraucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand dieses Buch liest ohne davon bewegt zu werden und mit jeder Seite die umgeblättert wird mit den Figuren zu hoffen.
Ich war mir zuerst überhaupt nicht sicher, ob ich denn dieses Buch lesen möchte. Zu sehr hatte mich die Inhaltsangabe an eine Mischung aus dem Film "Ziemlich beste Freunde" und einer Seifenoper erinnert. Aber ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, sondern bin regelrecht darin untergegangen. Es hat mich gepackt und erst wieder losgelassen, als ich auf der letzten Seite angekommen war. Ich habe überlegt, ob ich genauso wie Lou gehandelt hätte und wie es mir in einer Situation wie der von Will gehen würde und ich habe die Momente der Freude genossen, die ich mit den Figuren erleben durfte. Neben Will und Lou konnten mich jedoch auch die vielen kleinen Nebenhandlungen überzeugen, die mit realistischen Figuren die Haupthandlung säumen.
"Ein ganzes halbes Jahr" ist ein Buch für alle die auch ungewöhnliche Liebesgeschichten mögen und die sich mitreißen lassen wollen in dieses wirklich ganz besondere halbe Jahr, das sich anfühlt wie ein ganzes Jahr.

Dreamworx62
Geschrieben von Dreamworx62 über Ein ganzes halbes Jahr Star5
28.04.2013 17:49

Louisa Clark, genannt Lou, lebt immer noch bei ihrer Familie, arbeitet in einem kleinen Café, hat ein etwas gewöhnungsbedürftiges Modebewusstsein und ihren fitnesssüchtigen Freund Patrick, den sie nicht liebt. Dann kommt es ganz dick, denn das Café schließt, und Lou verliert ihren Job. Die Familie lebt am Rande des Existenzminimums und benötigt das Geld dringend, weshalb sich Lou sofort auf Arbeitssuche begibt. Sie erhält ein Jobangebot, als Pflegerin für den behinderten Will Traynor zu arbeiten. Lou nimmt das Angebot an und weiß noch nicht, dass dieser Job ihr ganzes Leben verändern wird.
Lou und Will kommen aus verschiedenen Welten. Während Lou aus ärmlichen Verhältnissen kommt ohne Abschluss und richtige Ausbildung, ist Will ein Kind der privilegierten Oberschicht, intelligent und studiert. Lou und Will sind wie Feuer und Wasser, die sich eine Menge zu sagen haben, aber auch zusammen schweigen können. Während Lou Will langsam aus seinem Schneckenhaus herausholt, zeigt Will Lou ihr Richtungen und Möglichkeiten für ihr Leben auf. Während ihrer intensiven Zeit zusammen lernen sie voneinander und verlieben sich. Doch Will hat eine Entscheidung für sein Leben getroffen, und Lou versucht alles nur Menschenmögliche, ihn davon abzubringen. Sie erfindet immer neue Dinge, um Will von seinem Beschluss abzuhalten.
Dies ist ein Buch über die Liebe, den Verlust, über Entscheidungen und Möglichkeiten, über den Tod. Es ist ein Buch darüber, wie Menschen sich verändern und aneinander wachsen, auch über sich hinaus. Liebe heißt loslassen, und Liebe heißt niemals um Verzeihung bitten. Dies wird von der Autorin Jojo Moyes sehr einfühlsam und eindrücklich in einem sehr schönen und sensiblen Schreibstil an den Leser vermittelt. Die Protagonisten entwickeln sich innerhalb des Buches so sehr, dass man vollkommen fasziniert ist und den Roman Seite für Seite verschlingt, weil man wie ein Süchtiger nicht aufhören kann, ihnen zu folgen. Neben Lou und Will kommen in einzelnen Kapiteln auch andere wichtige Protagonisten mit ihren Gedanken zu Wort, so dass die Geschichte von allen Seiten beleuchtet wird.
„Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein bewegendes Buch mit viel Herz und Schmerz, das jeden berührt und nicht mehr loslässt. Auch wenn das Buch beendet ist, wird man diesen Roman so schnell nicht vergessen. Und man wird selbst nachdenklich und stellt sich Fragen wie „Wie hätte ich entschieden?“
Ein durchweg bezauberndes und lesenswertes Buch, das jede erdenkliche Empfehlung verdient.

Cailess
Geschrieben von Cailess über Ein ganzes halbes Jahr Star5
22.04.2013 11:45

Aufgrund einer Buchhändler-Empfehlung wurde ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam. Der Inhalt schien mir anfänglich nichts für mich zu sein, aber dann begegnete mir das Buch ständig überal. Egal ob im Fernsehen, auf Werbeplakaten oder auf der Bestseller-Liste; an "Ein ganzes halbes Jahr" schien kein Weg vorbeizuführen. Und ich bin wahnsinnig froh, dass ich das Buch doch noch gelesen habe. Am Ende habe ich zwar kein Tränchen verdrückt, war aber dennoch total gerührt und angetan von dem Schluss. Vielleicht hätte ich mich beim Lesen einfach irgendwo einschließen müssen, um Ablenkungsmanövern zuvorzukommen. Die Geschichte von Lou und Will hat mich meinen ganzen Alltag lang begleitet und immer wieder habe ich mich darauf gefreut weiterzulesen zu können. Endlich mal wieder ein Buch, was meiner Meinung nach, zurecht derart gepusht wird!!

Amazon.de Kundenrezensionen

Liest Du dieses Buch auch?

Notiz:
Tags: (getrennt mit Leerzeichen)