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3499242176

Schwesterlein, komm stirb mit mir

Von:
Karen Sander

ISBN:
3499242176

Verlag:
rororo

Erschienen:
2013-08-01

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Rezensionen (11)

 
Cailess
14.09.2013 20:00

Dieses Buch habe ich auch wieder im Zuge einer Leserunde gelesen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Krimis und Thrillern und habe in letzter Zeit so gut wie gar keine davon gelesen. Mag sein, dass ich dadurch sehr leicht zu beeindrucken bin, dennoch wage ich zu behaupten, dass "Schwesterlein, komm stirb mit mir" durchaus Potenzial hat, ein Bestseller zu werden. Die Handlung ist spannend und hat immer wieder Wendungen, auf die ich als Leser so nicht gekommen wäre. Nur die Protagonisten sind für mich keineswegs Sympathieträger, was mich auch dazu veranlasst keinen Folgeband zwingend lesen zu wollen. Auch bleiben am Ende einige Fragen offen. Dennoch hatte ich sehr viel Freude beim Lesen und konnte das Buch teils sogar nicht aus den Händen legen vor Spannung. Für einen Thriller-Fan müsste dieses Buch auf jeden Fall das richtige sein!

User
29.08.2013 11:59

Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Georg Stadler bearbeitet einen Mordfall und hat aufgrund von Parallelen mit einem älteren Fall den Verdacht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Zur Ausarbeitung eines Täterprofils engagiert er die Psychologin Liz Montario, die eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist. Tatsächlich ereignen sich im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die zusammen zu hängen scheinen.

Stadler weiß jedoch nicht, dass Liz zur gleichen Zeit Drohbriefe erhält. Sie verschweigt ihm auch die familiäre Katastrophe ihrer Jugend, die sie schwer traumatisiert hat und die maßgeblich für ihre Berufswahl war. Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Liz befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen. Karen Sander hat meiner Meinung nach hier einen Triller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort weiter zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden vor allem anfangs immer wieder Zeitungsartikel eines Vorfalls vor 16 Jahren abgebildet. Erst nach und nach wird klar, wie diese mit den aktuellen Mordfällen zusammenhängen. Eine nach meiner Einschätzung exzellente Art, die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Hintergrundinformationen zum Mordmotiv zu bekommen.

Die Autorin hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist überwiegend schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Hauptdarsteller selbst auch Fehler begehen und entsprechende Stärken und Schwächen haben, wirken sie sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Tatorte und Leichen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.

Ein absolut spannendes und uneingeschränkt zu empfehlendes Buch.

User
28.08.2013 21:13

Als eine Anwältin brutal ermordet aufgefunden wird, fühlt Hauptkomissar Georg Stadler sich an einen früheren Fall erinnert. Obwohl einiges gegen einen Serienmörder spricht, zieht Stadler die Psychologin Liz Montario hinzu. Ihr gelang es im Vorjahr, eine Mordserie aufzuklären. Die Hinweise auf Stadlers Serienmörder-Theorie verdichten sich, als ein weiteres Mordopfer aufgefunden wird. Doch Liz, die einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit hat und selbst wiederholt Drohbriefe erhält, ist sich diesbezüglich nicht so sicher. Genauso gut könnte ein Einzeltäter am Werk sein, der sich die Serienmorde nur zunutze macht...

"Schwesterlein, komm stirb mit mir" bildet den Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe, in dem Hauptkommissar Georg Stadler und die Psychologin Liz Montario ermitteln. Karen Sander ist mit diesem Thriller ein spannendes Debut gelungen. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, teils aus der Perspektive des Hauptkommissars, teils aus der Perspektive von Liz. Zeitungsausschnitte stellen eine Verbindung zwischen vergangenem und aktuellem Geschehen her. Die Charaktere sind sehr plastisch gezeichnet und erscheinen gerade auch wegen ihrer Ticks und Schwächen sympathisch. Zwar konnte ich die Auflösung schon sehr früh erahnen, aber die Spannung litt darunter nicht allzu sehr. Gut gefallen hat mir auch der Schluss, der gleichzeitig den Bogen zu Vergangenem und Zukünftigem spannt.
Alles in allem ein Buch, an dem Thrillerfans ihre Freude haben werden. Ich freue mich bereits jetzt auf den Nachfolgeband.

User
28.08.2013 17:16

Mit "Schwesterlein, komm stirb mit mir" ist Karen Sander ein toller Auftakt zu einem Mehrteiler gelungen. Schade ist nur, dass auf einige Dinge zu knapp eingegangen wurde und diese nur kurz abgehakt wurden, so nach dem Motto: Ist so - aus. Ich hätte mir da ein paar mehr Informationen gewünscht.
Vielleicht erfahren wir im nächsten Teil mehr über das sympathische Ermittler-Profiler-Duo Stadler&Montario.

Die Protagonisten sind klasse charakterisiert, toll beschrieben und jeder für sich genommen eigentlich (bis auf wenige Ausnahmen) auf den ersten Blick sympathisch. Liz Montario wird als übervorsichtige Pop-Profilerin beschrieben, die eigentlich so gar nicht in dieses typische Opfer-Schema passen will. Von Stadler hingegen gewinnt man den Eindruck, dass er machomäßig drauf wäre - dem ist aber ganz und gar nicht so. Denn welcher Macho würde sich von einer Frau Hilfe holen...?

Das Buch liest sich flüssig und einem Rutsch (ich spreche aus Erfahrung). An Spannung mangelt es nicht, jedoch fehlt mir an der ein oder anderen Stelle etwas Tiefgang und manche Sachen werden einfach so stehen gelassen, ohne für Aufklärung zu sorgen. So hatte ich beim Zuklappen des Buches mehrere Fragezeichen über dem Kopf. Ich bin mir sicher, dass ich in einem der Folge-Bände die ein oder andere Frage beantwortet bekomme - auf dich ich aber jetzt schon gerne eine Antwort gehabt hätte.

Alles in allem fand ich das Buch gut, mit leichter Tendenz zu sehr gut - aber eben nicht perfekt. Meiner Meinung nach verrät der Titel schon zu viel...

Das Buch möchte ich allen Liebhabern von Thriller, Krimi & Co. ans Herz legen, die mal eine etwas andere Geschichte lesen wollen. Denn die Handlung an sich ist mal etwas anderes wie der Einheitsbrei.

User
27.08.2013 13:07

Nach einem kurzen Ausflug in die Vergangenheit, geht die eigentliche Handlung sehr spannend los.
Man befindet sich sofort im Geschehen und parallel dazu werden die Hauptfiguren vorgestellt. Dieser Spagat gelang der Autorin sehr gut.
Georg Stadler und Liz Montario wirkten sympathisch, und doch boten sie auch Stellen, an denen man sich reiben konnte. Auch die Nebenfiguren gefielen mir gut und passten sich stimmig in die Handlung ein.
Die Morde waren grausam und gruselig zu gleichen Teilen. Es ging recht blutig zu, doch die Autorin schaffte es trotzdem alles im Rahmen zu halten, so dass auch zarter besaitete Seelen diesen Thriller sicher noch gut lesen können. Sie arbeitet mit vielen psychischen Elementen, indem sie die Spannung stetig hielt und immer wieder Spitzen einbaute.
Ich muss gestehen, dass ich nach ca. 2/3 der Geschichte eine ungefähre Ahnung hatte, auf was das Ganze hinausläuft. Doch das störte mich kaum, denn die Geschichte an sich gefiel mir sehr. Bis auf ein oder zwei Kleinigkeiten, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, war auch alles schlüssig ausgearbeitet. Außerdem verstand es die Autorin gut, mich hier und doch nochmal zu verwirren und auf eine falsche Fährte zu führen. Nach und nach taten sich immer mehr versteckte Geheimnisse auf, und die letztliche Aufklärung des Falls war wirklich sehr gut hergeleitet. Der Schluss wirkte in widersprüchlicher Weise unglaublich und glaubhaft zugleich, und ich fragte mich, ob es einen ähnlichen Fall vielleicht schon mal gegeben hat. Eine gruselige Vorstellung.

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein echter Pageturner.

Kimvi
25.08.2013 17:21

Eine Frau wird in ihrer eigenen Wohnung brutal ermordet und dabei grausam zugerichtet. Bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass die Ermordete als Mann zur Welt kam. Hauptkommissar Georg Stadler erinnert sich an einen ähnlichen, weiter zurückliegenden Fall. Deshalb bittet er die Psychologin Liz Montario um Hilfe. Sie soll einschätzen, ob die Taten auf das Konto eines Serienmörders gehen könnten. Stadler ahnt nicht, dass Liz seit einiger Zeit Drohbriefe bekommt, die sie nicht unbeachtet lassen kann. Denn der anonyme Schreiber scheint ihre Vergangenheit genau zu kennen. Als der nächste Mord geschieht, scheint sich die Theorie eines Serienmörders zu bestätigen. Doch Liz hat ihre Zweifel....

Meine Meinung

Der Einstieg in diesen ersten Band einer Thriller-Serie, um den Ermittler Georg Stadler und die Psychologin Liz Montario, gelingt mühelos. Denn ohne lange Eingewöhnungszeit befindet man sich sofort an einem bluttriefenden Tatort und beobachtet entsetzt, mit welcher unglaublichen Brutalität der Täter vorgegangen ist. Dass in diesem Thriller nicht an blutigen Details gespart wird, sollten zartbesaitete Gemüter vor dem Lesen also besser einkalkulieren.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, wobei die Haupthandlungsstränge sich auf Stadlers Ermittlungen und Liz Montarios Perspektive konzentrieren. Alte Zeitungsberichte und Rückblicke in die Vergangenheit der Psychologin sorgen zusätzlich dafür, dass das Interesse am Geschehen durchgehend gehalten wird. Sie liefern außerdem genug Material für die eigenen Ermittlungen. Relativ kurze Kapitel, die an entscheidenden Stellen stoppen, führen dazu, dass man förmlich in den Sog der Ereignisse gerät und sich nur ungern vom Gelesenen lösen mag. Überraschende Wendungen sorgen zunächst dafür, dass sich die Spannung ins Unermessliche steigert.

Die aufgebaute Spannung lässt auf ein spektakuläres Finale hoffen. Doch leider bestätigt sich diese Hoffnung nicht, denn zu einem recht frühen Zeitpunkt lässt sich das Ende bereits erahnen. Bedauerlicherweise gibt es auch keinen überraschenden Showdown mehr. Da sogar ein loser Handlungsfaden zurückbleibt, wirkt das Thrillerende leider etwas enttäuschend.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen allerdings spannend unterhalten gefühlt, sodass ich über altbewährte Ermittlerklischees, die die Handlung zuweilen etwas unglaubwürdig wirken ließen, großzügig hinwegsehe. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen und eine Leseempfehlung für Thrillerfans. Das eine Sternchen ziehe ich ab, da ich mir vom Ende deutlich mehr erhofft hatte. Trotzdem bin ich gespannt auf den nächsten Fall von Stadler und Montario und werde den beiden auf jeden Fall treu bleiben.

User
25.08.2013 02:35

Im Großen und Ganzen war ich mit "Schwesterlein, komm stirb mit mir" sehr zufrieden. Die Spannung hat sich mehr oder weniger durch das ganze Buch kontinuierlich hindurch gezogen, sodass für mich nicht einmal ansatzweise Langeweile aufgekommen ist. Durch die vielen kürzeren Kapitel, unterteilt durch Datum und Uhrzeit, ist das Ganze schön aufgelockert worden, man konnte schnell und flüssig lesen und dadurch bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Besonders arg bestialisch und brutal ist es jetzt auch nicht unbedingt zugegangen. Auf den Szenen, die wirklich blutig zu lesen waren, lag nicht der Schwerpunkt. - War für meinen Geschmack passend ausgeglichen.
Einzig die Art und Weise was die Protagonisten im Buch gedacht, gesprochen oder wie sie gehandelt haben, konnte ich manchmal einfach nicht nachvollziehen. Entweder war es mir zu übertrieben, untertrieben oder manche Begebenheiten auch einfach zu unrealistisch. - Diese kleine Kritik nur am Rande, aber das ist ja auch eher subjektiv.

Mit dem Titel "Schwesterlein, komm stirb mit mir" konnte ich anfangs auch so gar nichts anfangen. Wie es mit der Story im Buch zusammenpasst, konnte ich mir eben zu Beginn noch gar nicht zusammenreimen. Erst später, eigentlich erst gegen Ende dann, hab ich verstanden, worauf die Autorin mit dem Titel hinaus will und muss gestehen, dass ich ihn, nach Beenden des Buches, echt klasse dazu passend finde.

Wer also Lust verspürt mit Kriminalhauptkommissar Georg Stadler und der Psychologin Liz Montario auf die Suche nach einem perversen, skrupellosen Killer zu gehen, dabei gleichzeitig verkraften kann über ein paar Leichen zu steigen, wer Spaß und Freude an psychologisch, komplexen Rätseln hat und wahnsinnig gerne mit Protagonisten mitleidet und/oder mitfühlt, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen und sollte sich auch nicht die hoffentlich bald erscheinenden, weiteren Bände mit Liz und Stadler entgehen lassen.

User
Geschrieben von Gaby über Schwesterlein, komm stirb mit mir
24.08.2013 12:17

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, aber auch Fragen aufgeworfen, die sich mir beim Lesen bis zum Schluss nicht beantwortet haben. Der Spannungsbogen steigt von der ersten bis zur letzten Seite, es ist nie langweilig oder langatmig. Immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse haben mich beim Lesen gehalten. Kurze überschaubare Kapitel, die am Ende oft Fragen offen lassen, die sich später dann auflösen, halten meinen Geist wach und mich beim Lesen. Der flüssige und anschauliche Schreibstil hält mein Kopfkino auf Trab. Es handeln in dieser Geschichte sehr viele Protagonisten, deren Charaktere, sowohl positiv als auch negativ, sehr gut ausgearbeitet sind, die ich mir zum Großteil sehr gut vorstellen kann und die sich alle flüssig in die Handlung integrieren. Auch den Handlungsort Düsseldorf mit seinen verschiedenen Stadtteilen, die hier beschrieben werden, habe ich gut im Kopf.

FAZIT:

Der Auftakt zu einer deutscher Thriller-Reihe, der mit kleinen Schwächen behaftet absolut mit der ausländischen Konkurrenz mithalten kann.

Ich habe mich spannend unterhalten gefühlt und empfehle dieses Buch allen, die einmal einen guten deutschen Thriller lesen wollen.

Silkedb
23.08.2013 11:22

Eine Anwältin wird grausam zugerichtet in ihrer Wohnung aufgefunden. Georg Stadler von der Mordkommission in Düsseldorf wird mit den Ermittlungen beauftragt. Schon bald erkennt er Verbindungen zu einem alten Fall, in dem jedoch bereits ein Verdächtiger inhaftiert ist. Doch um seine Theorie zu untermauern zieht Stadler die Kriminalpsychologin Elisabeth Montario hinzu. Als kurz darauf ein weiteres Mordopfer gefunden wird, scheint bestätigt, dass es sich hier um einen Serienmörder handelt. Liz Montario hat derweil mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen, denn sie erhält anonyme Drohbriefe.

"Schwesterlein, komm stirb mit mir" von Autorin Karen Sander hat mich gut unterhalten, auch wenn die eine oder andere Frage offen blieb und nicht jede Entwicklung eine echte Überraschung darstellte.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und die Handlung wird durch Zeitungsmeldungen aufgelockert, die Ereignisse aus der Vergangenheit aufgreifen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, meistens von KHK Georg Stadler und Psychologin Liz Montario, aber nicht in der Ich-Form. Das erinnert an erfolgreiche amerikanische Thriller, aber dieses Konzept funktioniert anscheinend auch in Düsseldorf. Die Kapitel fallen sehr kurz aus, wodurch es auch sehr häufige und abrupte Wechsel in der Erzählperspektive gibt. Ich bin damit gut zurechtgekommen, aber ich könnte mir vorstellen, dass einige Leser damit Probleme haben.
Langweilig fand ich das Buch zu keinem Zeitpunkt, aber dennoch bleibe ich mit dem Gefühl zurück, dass man aus diesem Buch noch mehr hätte machen können und doch zu viel unbeantwortet blieb. Ein allwissender Erzähler ist eine Sache, aber allwissende Täter sorgen eher für Unglauben. Insgesamt komme ich hier auf 3,5 Sterne, runde aber nach oben hin auf, da mich das Buch gut unterhalten hat.
Empfehlen kann ich "Schwesterlein, komm stirb mit mir" an alle Leser die Lust auf einen CSI ähnlichen Thrillern haben, der jedoch zur Abwechslung mal in Deutschland spielt.

User
Geschrieben von Geri über Schwesterlein, komm stirb mit mir
21.08.2013 16:18

Psychologin, Liz Montario, wird von Hauptkommissar, Georg Stadler, zu einem äußerst grausamen Mordfall hinzugezogen: Eine Frau wurde auf bestialische Weise getötet, die sehr an einen Fall vor einigen Jahren erinnert. Liz soll nun helfen zu klären, ob es zwischen den Fällen einen Zusammenhang gibt und somit ein Serienmörder gesucht wird. Ob die anonymen Drohbriefe, die sie seit einiger Zeit schon erhält, da mit reinspielen?
Zu Beginn des Buches war ich völlig angetan von der Spannung die direkt herrschte. Es lässt sich wirklich flüssig lesen und die Handlung steigert sich quasi von Seite zu Seite so dass man es am liebsten gar nicht weglegen mag. Auch die sehr kurz gehaltenen Kapitel, welche oft mit einem Cliffhanger enden, fördern den Lesefluss ungemein.
Die Charaktere sind eher durchschnittlich. Am Anfang finde ich Georg Stadler noch sehr spannend, weil er mit seiner arroganten, eher unsympathischen Art großes Entwicklungspotential hat. Leider fand diese Entwicklung sehr rapide von jetzt auf gleich statt, so dass es schon wieder unglaubwürdig rüber kommt, auch wenn der „neue“ Stadler bei der Mehrheit der Leser sicher besser ankommt.
Liz, zu Beginn noch etwas mysteriös wirkend, wird innerhalb der Geschichte zunehmend farblos. Ihre Freundin, Deb, sticht aus dem Ganzen heraus und bildet mit ihrer verrückten, unbedarften Art eine schöne Abwechslung im Charaktereinheitsbrei, regt mich jedoch später, mit ihrem wirklich dummen Verhalten, leider zunehmend auf.
Was mich ganz gravierend gestört hat ist, dass ich ab dem ersten Drittel geahnt habe, worauf alles hinaus läuft. Woran das genau lag möchte ich hier nun nicht verraten, da ich damit auch anderen die Spannung schon vorwegnehmen würde. Mag sein, dass es dem ein oder anderen gar nicht bewusst wird aber ich denke, dem Großteil wird es da wie mir gehen und das finde ich richtig schade! Bei einem Thriller möchte ich miträtseln, einfach jeden mal verdächtigen können und nicht schon vor der Hälfte der Geschichte einen Verdacht haben, der sich bis zum Schluss hält und dann auch noch bestätigt. Überhaupt muss ich leider sagen, dass sich alle bösen Vorahnungen irgendwann bestätigen. Falsche Fährten scheinen nicht die Stärke der Autorin zu sein…

Fazit:
Ein durchschnittlicher Thriller, der mit besser gearbeiteten Charakteren und einer bestimmten Änderung in Hinblick auf die Spannung, herausragend hätte werden können. Da ich den ersten Teil des Buches sehr spannend finde und bis zum Schluss – trotz Vorahnungen – gerne gelesen habe, gebe ich noch drei Sterne.

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