3462046594

Umweg nach Hause: Roman

Von:
Jonathan Evison

ISBN:
3462046594

Verlag:
Kiepenheuer&Witsch

Erschienen:
2015-02-09

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Rezensionen (3)

 
Xirxe
Geschrieben von Xirxe über Umweg nach Hause: Roman Star2
14.02.2018 20:32

Ben, knapp 40, hat seine beiden kleinen Kinder verloren - vielleicht durch seine eigene Schuld. Seine Frau hat ihn verlassen, während er seine Trauer und seinen Schmerz mit Alkohol betäubte. Dank seinem besten Freund kommt Ben langsam wieder auf die Beine, er beendet eine Ausbildung als Pflegehelfer und betreut den 17-Jährigen Trevor, der unheilbar krank ist. Gemeinsam machen sie sich auf eine Reise durch die USA, damit Trevor sich mit seinem Vater aussöhnen kann. Unterwegs begegnen sie der 15-Jährigen Dot und der jungen, hochschwangeren Peaches, die sie auf ihrer weiteren Reise begleiten werden.
Eigentlich ein tolles Thema, das neben viel Ernsthaftigkeit auch Humor und abenteuerliche Geschichten verspricht. Leider zieht sich das Ganze aber ziemlich, denn die eigentliche Reise beginnt erst ab ca. der Hälfte des Buches. Bis dahin jedoch verliert sich Ben, der Ich-Erzähler, in stets wiederholenden, sich selbstzerfleischenden Monologen, die ebenso auf der Reise fortgesetzt werden (wenn auch etwas weniger häufig). Natürlich sind solche Gedanken und Überlegungen selbstverständlich, gerade nach einem solchen Schicksalsschlag, wie er Ben widerfuhr. Doch die Häufigkeit, mit der diese Dinge zur Sprache kommen, beginnt beim dritten oder vierten Mal lesen langweilig zu werden, denn es ist immer wieder das Gleiche. Irgendwann war ich nur noch genervt und begann, diese Sätze quer zu lesen bzw. zu überfliegen, was diesem ernsten Thema sicherlich nicht gerecht wird.
Schade, es hätte ein richtig tolles Buch werden können. So aber bleibt es nur eine mittelmäßige Lektüre.

User
Geschrieben von katze102 über Umweg nach Hause: Roman
09.02.2015 09:22

Zum Inhalt:

Im Buch wechseln sich Kapitel zur heutigen Zeit und zu Bens Vergangenheit ab.

Ben, völlig verschuldet, hat einen Schnellkurs in häuslicher Pflege absolviert und bemüht sich um eine Arbeitsstelle, damit er sein Existenzminimum sichern kann. Schon direkt zu Beginn erfährt man, dass er von seiner Frau Janet getrennt lebt, ihre beiden Kinder sind bei einem Unfall Bens ums Leben gekommen.

Nun findet Ben seine erste Arbeitsstelle: Der 19jährige Trev leidet an Muskelschwund, sitzt im Rollstuhl . Routinen gestalten seinen Alltag: er schaut Wettersendungen, eine Serie, in der Kuriositäten und Sehenswürdigkeiten in den USA vorgestellt werden. Er wird als ständig unsauber, ungepflegt und verbittert beschrieben; der größte Teil seines Wortschtzes und seiner Phantasien lassen erahnen, dass er hauptsächlich Pornosender schaut.

Trevs Mutter hat schon nach kurzer Zeit Zweifel an Bens Zuverlässigkeit und nachdem Trev zu feige ist, seiner Mutter eine Information zu geben, lügt er, schiebt Ben vor, der deshalb entlassen wird. Lange hat er seine Arbeitstelle nicht behalten...

Trevs Vater hat sich kurz nach seiner Geburt aus dem Staub gemacht und versucht seit vielen Jahren, diesen Fehler ungeschehen zu machen. Immer wieder versucht er Trev zu besuchen, hat einem solchen Versuch einen Unfall, der ihn ins Krankenhaus führt. Plötzlich möchte Trev ihn besuchen und mit Ben die ca. 650 Meilen lange Autofahrt, vorbei an Sehenswürdigkeiten aus der Serie, unternehmen. Trevs Mutter ist davon nicht begeistert, aber nachdem Ben erklärt, er wolle für die Fahrt keine Bezahlung und würde seine Reisekosten selber tragen, willigt sie urplötzlich ein.

Etwas weniger als die 2. Hälfte des Buches beschreibt nun u.a. die Reise, auf der Ben, der ja immer noch kein Geld, sondern immer noch reichlich Schulden hat, die aufgelesenen Mitfahrer zu Mahlzeiten und Hotelzimmer einläd, muß nach einer Verhaftung eine Kaution von 762 $ hinterlegen....

Mein Eindruck:

Angekündigt wurde das Buch mit den Worten: „Eine aufregende Reise voller Situationskomik, Freundschaft und Gefühl.“

Leider hat sich mir das beim Lesen des Buches nicht erschlossen. Das Buch war äußerst zäh zu lesen; Humor fand ich auf S. 246 und ca. 30 Seiten vor Ende nochmals. Viele Szenen waren unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar, ich füge mal 2 Beispiele an:

Ben springt aus seinem Fenster und landet 2,5m tiefer auf dem Boden; vor genau diesem Fenster hatte er vorher Schatten von Leuten gesehen, die ihn durch das Fenster beobachteten. - In einer anderen Szene stürmt Ben aus einem Schwimmbad, weil er durch die Fenster ein „Verfolger-Auto“ gesehen hat. Ben, nur in Badehose bekleidet, wirft sich auf die Motorhaube des mit 20 Meilen an ihm vorbeifahrenden Autos, wird durch die Luft geschleudert, landet auf der Straße, rappelt sich auf und wirft sich auf den Kofferraumdeckel des weitergefahrenen Pkws. Als er hinunterrutscht, setzt er sich auf eine Treppe, zaubert von irgendwoher sein handy herbei und ruft Janet an.

Genaugenommen war ich davon ausgegangen, daß die Reise den Hauptbestandteil des Buches ausmachen würde. Diese wird ab S. 246 ( das Buch hat 373 Seiten) erzählt und ungefähr die Hälfte dieses Abschnittes besteht auch noch aus Rückblicken Bens Lebens; die Reise macht also so ungefähr 50 -60 Seiten aus und hat für mich keine wirkliche Tiefe erreicht und die angekündigten Veränderungen und Einsichten fand ich auch nicht so beeindruckend.

Der Klappentext hatte so viel versprochen und ich hatte viel mehr von diesem Buch erwartet. Mich hat es nicht wirklich berührt ( abgesehen von der geschilderten Unfallszene, in der Bens Kinder ums Leben kamen); ich fand es weder komisch, noch ergreifend.

Fazit: Viel Lärm um wenig.

User
Geschrieben von katze102 über Umweg nach Hause: Roman
09.02.2015 09:21

Zum Inhalt:

Im Buch wechseln sich Kapitel zur heutigen Zeit und zu Bens Vergangenheit ab.

Ben, völlig verschuldet, hat einen Schnellkurs in häuslicher Pflege absolviert und bemüht sich um eine Arbeitsstelle, damit er sein Existenzminimum sichern kann. Schon direkt zu Beginn erfährt man, dass er von seiner Frau Janet getrennt lebt, ihre beiden Kinder sind bei einem Unfall Bens ums Leben gekommen.

Nun findet Ben seine erste Arbeitsstelle: Der 19jährige Trev leidet an Muskelschwund, sitzt im Rollstuhl . Routinen gestalten seinen Alltag: er schaut Wettersendungen, eine Serie, in der Kuriositäten und Sehenswürdigkeiten in den USA vorgestellt werden. Er wird als ständig unsauber, ungepflegt und verbittert beschrieben; der größte Teil seines Wortschtzes und seiner Phantasien lassen erahnen, dass er hauptsächlich Pornosender schaut.

Trevs Mutter hat schon nach kurzer Zeit Zweifel an Bens Zuverlässigkeit und nachdem Trev zu feige ist, seiner Mutter eine Information zu geben, lügt er, schiebt Ben vor, der deshalb entlassen wird. Lange hat er seine Arbeitstelle nicht behalten...

Trevs Vater hat sich kurz nach seiner Geburt aus dem Staub gemacht und versucht seit vielen Jahren, diesen Fehler ungeschehen zu machen. Immer wieder versucht er Trev zu besuchen, hat einem solchen Versuch einen Unfall, der ihn ins Krankenhaus führt. Plötzlich möchte Trev ihn besuchen und mit Ben die ca. 650 Meilen lange Autofahrt, vorbei an Sehenswürdigkeiten aus der Serie, unternehmen. Trevs Mutter ist davon nicht begeistert, aber nachdem Ben erklärt, er wolle für die Fahrt keine Bezahlung und würde seine Reisekosten selber tragen, willigt sie urplötzlich ein.

Etwas weniger als die 2. Hälfte des Buches beschreibt nun u.a. die Reise, auf der Ben, der ja immer noch kein Geld, sondern immer noch reichlich Schulden hat, die aufgelesenen Mitfahrer zu Mahlzeiten und Hotelzimmer einläd, muß nach einer Verhaftung eine Kaution von 762 $ hinterlegen....

Mein Eindruck:

Angekündigt wurde das Buch mit den Worten: „Eine aufregende Reise voller Situationskomik, Freundschaft und Gefühl.“

Leider hat sich mir das beim Lesen des Buches nicht erschlossen. Das Buch war äußerst zäh zu lesen; Humor fand ich auf S. 246 und ca. 30 Seiten vor Ende nochmals. Viele Szenen waren unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar, ich füge mal 2 Beispiele an:

Ben springt aus seinem Fenster und landet 2,5m tiefer auf dem Boden; vor genau diesem Fenster hatte er vorher Schatten von Leuten gesehen, die ihn durch das Fenster beobachteten. - In einer anderen Szene stürmt Ben aus einem Schwimmbad, weil er durch die Fenster ein „Verfolger-Auto“ gesehen hat. Ben, nur in Badehose bekleidet, wirft sich auf die Motorhaube des mit 20 Meilen an ihm vorbeifahrenden Autos, wird durch die Luft geschleudert, landet auf der Straße, rappelt sich auf und wirft sich auf den Kofferraumdeckel des weitergefahrenen Pkws. Als er hinunterrutscht, setzt er sich auf eine Treppe, zaubert von irgendwoher sein handy herbei und ruft Janet an.

Genaugenommen war ich davon ausgegangen, daß die Reise den Hauptbestandteil des Buches ausmachen würde. Diese wird ab S. 246 ( das Buch hat 373 Seiten) erzählt und ungefähr die Hälfte dieses Abschnittes besteht auch noch aus Rückblicken Bens Lebens; die Reise macht also so ungefähr 50 -60 Seiten aus und hat für mich keine wirkliche Tiefe erreicht und die angekündigten Veränderungen und Einsichten fand ich auch nicht so beeindruckend.

Der Klappentext hatte so viel versprochen und ich hatte viel mehr von diesem Buch erwartet. Mich hat es nicht wirklich berührt ( abgesehen von der geschilderten Unfallszene, in der Bens Kinder ums Leben kamen); ich fand es weder komisch, noch ergreifend.

Fazit: Viel Lärm um wenig.

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