3423261463

Der Brief: Roman

Von:
Carolin Hagebölling

ISBN:
3423261463

Verlag:
dtv Verlagsgesellschaft

Erschienen:
2017-06-09

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Rezensionen (5)

 
Elohym78
Geschrieben von Elohym78 über Der Brief: Roman
24.09.2017 19:02

Ein Brief einer fast vergessenen Schulfreundin erreicht Marie in Hamburg. Doch es steht als Empfängeradresse Paris darauf. Der Inhalt des Briefes ist genauso merkwürdig, spricht er doch von einem Leben in Paris, einem Mann und einer Krankheit. Dabei lebt sie mit einer Frau zusammen in Hamburg und ist kerngesund. Marie wundert sich und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Einer Wahrheit, die sie und ihr Leben zu zerstören droht...

Das Cover zeigt Marie auf einer Brücke in Paris, wie sie sich selber entgegen geht. Ein milder Herbsttag und die Welt wirkt friedlich. Und doch ist das Bild beunruhigend, denn es zeigt das, was es nicht geben kann, nicht geben darf. Zwei Realitäten...

Carolin Hagebölling spielt gekonnt mit ihren Lesern. Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, dass ich einen packenden Krimi in der Hand hatte und auf der anderen Seite ist es eine Reise ins Ich. Wer von uns wünscht sich manchmal nicht zu wissen, wie es hätte sein können, wenn man an dieser Stelle nicht anders entschieden hätte? Jeder kennt die Zweifel. Mal nagen sie, mal wischt man sie zur Seite, denn es gibt in unserem Leben nur eine Richtung: Nach vorne. Doch Marie ist es möglich einen Schritt zur Seite zu machen und zu sehen, was geschehen wäre, wenn sie die Wunschreise nach Paris angetreten hätte, statt sie immer wieder aufzuschieben. Freude, Unsicherheit, Neugierde und Wahnsinn toben in ihr und jedes einzelne Gefühl konnte ich dank der intensiven Schilderung der Autorin absolut und bedingungslos nachvollziehen. Es war mir wirklich ein Leichtes, mich fallen zu lassen und an Maries Seite dem Mysterium auf die Spur zu gehen.
Im Mittelpunkt steht Marie und ihr Leben in Hamburg. Sie ist Journalistin und lebt mit ihrer großen Liebe Johanna zusammen. Ihr Leben ist schön und ausgeglichen. Bis zu dem Tag, an dem ein Brief ins Haus flattert und ihr Leben auf den Kopf stellt. Denn Marie lebt angeblich mit ihrer großen Liebe Victor in Paris und führt gemeinsam mit ihm eine erfolgreiche Galerie. Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch stehen sie auf der Basis, die Marie als Mensch ausmacht. Gerade deshalb fiel er mir so unglaublich leicht, Hagebölling ihre Geschichte abzukaufen. Maries Leben sind zwar verschieden, liegen aber beide im Bereich des Möglichen.
Ich fand es spannend zu sehen, was die Geschehnisse mit einer Seele anrichten können. Wie Neugierde in Verzweiflung umschlägt und sich der Wahnsinn auf leisen Sohlen anschleicht. Ich konnte mich diesem Sog nicht entziehen, das Buch nicht aus der Hand legen und las es in einem Rutsch durch.

Mein Fazit
Ein Buch über den Wunsch, den jeder von uns in sich trägt: Zu wissen, was wäre wenn...

User
Geschrieben von nellsche über Der Brief: Roman Star4
01.09.2017 17:18

Marie bekommt von ihrer alten Schulfreundin Christine einen Brief. Doch was sie liest stimmt sie nachdenklich und verwirrt sie. Denn in dem Brief, der nach Paris adressiert ist, ist von Maries Leben in Paris die Rede. Sie lebt aber in Hamburg. Wie kam der Brief überhaupt nach Hamburg? Um der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen, entschließt sie sich, nach Paris zu reisen. Dort findet sie sich in einem Leben wieder, das ihr vertraut ist und mit dem sie sich verbunden fühlt. Doch kann das wirklich sein?

Die Beschreibung der Geschichte machte mich sofort neugierig. Wie kann es sein, dass Marie in Hamburg einen nach Paris adressierten Brief erhält, in dem von ihrem dortigen Leben die Rede ist? Auch die Begegnung mit Christine und dem Brief von Marie, den Marie aber gar nicht geschrieben hat, fand interessant und sie steigerte meine Neugier noch.
Die Beschreibungen der Erlebnisse in Paris gefielen mir. Menschen kamen Marie bekannt vor und sie hatte einige Déjà-vu-Erlebnisse. Das fand ich ziemlich faszinierend.
Der Schreibstil war sehr angenehm, so dass das Buch schnell gelesen war. Ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und mich mit den Fragen, die mir im Kopf herum schwirrten, beschäftigen. Was ist wahr? Wer steckt dahinter? Und welche Rolle spielt Paris?
Ein wenig schade fand ich es, dass der Leser am Ende absichtlich im Unklaren gelassen wird und nicht erfährt, was die Realität ist. Da hätte ich gerne Klarheit gehabt.

Alles in allem eine interessante Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Dreamworx62
Geschrieben von Dreamworx62 über Der Brief: Roman Star3
06.08.2017 14:26

Die Journalistin Marie Kluge ist Anfang 30 und lebt in Hamburg mit ihrer Freundin Johanna seit zwei Jahren in einer Beziehung. Eines Tages findet sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, mit der sie schon sehr lange keinen Kontakt mehr pflegt und der sie völlig verwirrt. Christine schreibt von Maries Mann Victor, der mit Marie zusammen eine Galerie in Paris führen soll und von dem gemeinsamen Kind. Sie erwähnt ebenfalls, dass Marie schwerkrank sei. Marie ist völlig durcheinander, denn sie ist kerngesund und ihr Leben findet in Hamburg statt. Trotzdem lässt der Inhalt des Briefes sie nicht los, weshalb Marie kurzerhand nach Paris reist, um herauszufinden, was es mit all diesen Informationen auf sich hat. Kaum in Paris angekommen, fühlt sich Marie auf bekanntem Terrain, aber je mehr sie nachforscht und auch das Treffen mit Christine werfen immer neue Fragen auf. Gleichzeitig stellt Marie ihr ganzes bisheriges Leben in Frage. Wird Marie eine Antwort auf alle Fragen bekommen?

Carolin Hagebölling hat mit ihrem Buch „Der Brief“ ihren Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und temporeich, schnell lässt er den Leser in der Geschichte versinken. Die Geschichte wird aus der Sicht von Marie in der Ich-Form erzählt. Der Spannungsbogen wird recht schnell aufgebaut und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung, was durch die recht kurzen Kapitel noch unterstützt wird. Die Beschreibungen von Paris sind bildreich und geben dem Leser einen guten Eindruck über die französische Metropole. Die Autorin versteht es ebenfalls sehr gut, durch das Spiel mit zwei verschiedenen Lebensmodellen von Marie den Leser in Verwirrung zu stürzen und alles in Frage zu stellen. Welches Leben ist real, welches Fiktion? Welche Menschen spielen wirklich eine Rolle in Marie Leben und welche sind nur ausgedacht oder bestehen in ihrer Phantasie? Durch dieses Verwirrspiel wird der Leser an der Lektüre gehalten, will er doch um jeden Preis herausfinden, was hier gespielt wird. Das Ende der Geschichte wirft allerdings Fragen auf, die nur der Leser sich selbst beantworten kann, was eine gewisse Unbefriedigung hinterlässt.

Die Charaktere sind schön ausgestaltet und interessant in Szene gesetzt worden, so dass sie sehr lebhaft und authentisch wirken. Marie ist eine sympathische Frau, die wirkt, als stünde sie mit beiden Beinen mitten im Leben. Durch einen Brief wird ihre Realität bzw. ihr Leben in Frage gestellt, was sie verunsichert und sie nach einer Lösung suchen lässt. Gleichzeitig vermittelt Marie in anderen Lebenspunkten auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit und Oberflächlichkeit, wenn man z.B. ihre Beziehung zu Johanna betrachtet. Johanna wirkt zwar nicht gerade wie eine nette Person, doch hat sie innerhalb der Geschichte auch ihre Daseinsberechtigung, bei der sie allerdings etwas zu kurz kommt. Victor und André sind ebenfalls sehr sympathische Männer, die jeder auf seine Weise Marie unterstützen und ihr Halt geben. Auch die auftauchenden Nebenprotagonisten sind interessant platziert und geben mit ihren Handlungen Fragen auf oder tragen zum Verlauf bei.

„Der Brief“ ist ein spannender Debütroman, der rasant durch die Handlung fegt und den Leser in Atem hält. Leider geht ihm am Ende die Luft aus, so dass der Leser sich sein Ende selbst denken muss mit jeder Menge Fragen im Gepäck. Eine Leseempfehlung für alle, die sich davon nicht einschüchtern lassen!

Dreamworx62
Geschrieben von Dreamworx62 über Der Brief: Roman Star3
17.06.2017 14:29

Die Journalistin Marie Kluge ist Anfang 30 und lebt in Hamburg mit ihrer Freundin Johanna seit zwei Jahren in einer Beziehung. Eines Tages findet sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, mit der sie schon sehr lange keinen Kontakt mehr pflegt und der sie völlig verwirrt. Christine schreibt von Maries Mann Victor, der mit Marie zusammen eine Galerie in Paris führen soll und von dem gemeinsamen Kind. Sie erwähnt ebenfalls, dass Marie schwerkrank sei. Marie ist völlig durcheinander, denn sie ist kerngesund und ihr Leben findet in Hamburg statt. Trotzdem lässt der Inhalt des Briefes sie nicht los, weshalb Marie kurzerhand nach Paris reist, um herauszufinden, was es mit all diesen Informationen auf sich hat. Kaum in Paris angekommen, fühlt sich Marie auf bekanntem Terrain, aber je mehr sie nachforscht und auch das Treffen mit Christine werfen immer neue Fragen auf. Gleichzeitig stellt Marie ihr ganzes bisheriges Leben in Frage. Wird Marie eine Antwort auf alle Fragen bekommen?
Carolin Hagebölling hat mit ihrem Buch „Der Brief“ ihren Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und temporeich, schnell lässt er den Leser in der Geschichte versinken. Die Geschichte wird aus der Sicht von Marie in der Ich-Form erzählt. Der Spannungsbogen wird recht schnell aufgebaut und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung, was durch die recht kurzen Kapitel noch unterstützt wird. Die Beschreibungen von Paris sind bildreich und geben dem Leser einen guten Eindruck über die französische Metropole. Die Autorin versteht es ebenfalls sehr gut, durch das Spiel mit zwei verschiedenen Lebensmodellen von Marie den Leser in Verwirrung zu stürzen und alles in Frage zu stellen. Welches Leben ist real, welches Fiktion? Welche Menschen spielen wirklich eine Rolle in Marie Leben und welche sind nur ausgedacht oder bestehen in ihrer Phantasie? Durch dieses Verwirrspiel wird der Leser an der Lektüre gehalten, will er doch um jeden Preis herausfinden, was hier gespielt wird. Das Ende der Geschichte wirft allerdings Fragen auf, die nur der Leser sich selbst beantworten kann, was eine gewisse Unbefriedigung hinterlässt.
Die Charaktere sind schön ausgestaltet und interessant in Szene gesetzt worden, so dass sie sehr lebhaft und authentisch wirken. Marie ist eine sympathische Frau, die wirkt, als stünde sie mit beiden Beinen mitten im Leben. Durch einen Brief wird ihre Realität bzw. ihr Leben in Frage gestellt, was sie verunsichert und sie nach einer Lösung suchen lässt. Gleichzeitig vermittelt Marie in anderen Lebenspunkten auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit und Oberflächlichkeit, wenn man z.B. ihre Beziehung zu Johanna betrachtet. Johanna wirkt zwar nicht gerade wie eine nette Person, doch hat sie innerhalb der Geschichte auch ihre Daseinsberechtigung, bei der sie allerdings etwas zu kurz kommt. Victor und André sind ebenfalls sehr sympathische Männer, die jeder auf seine Weise Marie unterstützen und ihr Halt geben. Auch die auftauchenden Nebenprotagonisten sind interessant platziert und geben mit ihren Handlungen Fragen auf oder tragen zum Verlauf bei.
„Der Brief“ ist ein spannender Debütroman, der rasant durch die Handlung fegt und den Leser in Atem hält. Leider geht ihm am Ende die Luft aus, so dass der Leser sich sein Ende selbst denken muss mit jeder Menge Fragen im Gepäck. Eine Leseempfehlung für alle, die sich davon nicht einschüchtern lassen!

Kimvi
Geschrieben von KimVi über Der Brief: Roman Star3
03.06.2017 21:22

Marie Kluge ist Journalistin und wohnt mit ihrer Lebensgefährtin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages bekommt sie einen Brief von ihrer ehemaligen Schulfreundin Christine. Darin nimmt Christine Anteil an Maries schwerer Krankheit und schreibt so, als ob Marie in Paris mit ihrem Mann Viktor eine Galerie führen würde. Marie fährt zu Christine und stellt sie zur Rede. Marie kann sich nicht erklären, was Christine mit diesem Brief bezwecken will, denn sie erfreut sich bester Gesundheit und lebt glücklich in ihrer Beziehung in Hamburg. Doch der Besuch bei der ehemaligen Schulfreundin bringt auch keine Klarheit. Der mysteriöse Brief drängt sich immer mehr in das Leben von Marie und deshalb reist sie schließlich nach Paris, um der Sache auf den Grund zu gehen....

Die Geschichte wird hauptsächlich in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Marie, erzählt. Man schlüpft also quasi in ihre Haut und kann ihre Verwirrung, was es mit dem geheimnisvollen Brief wohl auf sich haben mag, glaubhaft nachvollziehen. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe erfahren. Schon bald ist man hin- und hergerissen und weiß nicht was man glauben soll. Ist das alles tatsächlich Wirklichkeit oder findet es nur in Maries Kopf statt? Die Spannung, endlich mehr zu erfahren, steigt anfangs mit jeder Seite. Deshalb gerät man förmlich in den Sog der Geschichte und mag das Buch  nur ungern aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr leicht lesbar. Die Charaktere wirken sympathisch und lebendig, sodass man mühelos mit ihnen mitfiebern kann. Das klingt alles ganz wunderbar. Doch leider beginnt die Geschichte sich irgendwann zu verzetteln und durch zu viele Zufälle unglaubwürdig zu wirken. Das Ende wirkt dann schon fast gehetzt. Hier wären ein paar Seiten mehr wünschenswert gewesen.

Ich habe dieses Buch in Rekordzeit verschlungen, da die Geschichte mich in ihren Bann gezogen hat. Doch leider hat meine anfängliche Faszination nicht bis zum Ende gehalten. Denn es gab für mich einige Szenen, die mir zu konstruiert und unglaubwürdig erschienen. Außerdem wirkte das Ende auf mich zu gehetzt und ließ mich mit zu vielen Fragen zurück. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb auch "nur" drei von fünf möglichen Sternen.

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