3958199410

Mordsg'schicht: Ein Fall für Ahnenforscherin Juliana Kallberger

Von:
Julia Wallner

ISBN:
3958199410

Verlag:
Midnight

Erschienen:
2018-06-08

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Rezensionen (2)

 
Kimvi
16.05.2018 14:40

Juliana ist mit ihrem Mann in seinen Heimatort Zwirnbach gezogen. In dem kleinen Örtchen fühlt sie sich sehr wohl, denn auch ihre Schwiegereltern leben in der Nähe und sind immer gerne bereit, Juliana und ihren Mann spontan zum Essen einzuladen. Neben ihrer Arbeit als Unternehmensberaterin, bleibt Juliana deshalb auch viel Zeit, sich mit ihrem liebsten Hobby, der Ahnenforschung, zu beschäftigen. Als sie das Familienstammbuch ergänzen will, stolpert sie bei einem Vorfahren ihres Mannes über einen geheimnisvollen Eintrag. Denn dieser wurde 1902 , kurz nach dem Tod seiner Frau, erhängt aufgefunden. War es Selbstmord oder steckt mehr dahinter? Juliana beginnt Nachforschungen anzustellen und sucht Nachkommen des damals Verstorbenen auf. Dabei stößt sie allerdings nicht immer auf Wohlwollen. Es hat sogar den Anschein, dass jemand ganz und gar dagegen ist, dass Juliana weiter in den alten Geschichten gräbt, denn plötzlich wird sie bedroht. Doch davon will sie sich nicht einschüchtern lassen.....

In diesem Krimi beobachtet man mal eine ganz andere Ermittlerin. Denn Juliana ist Ahnenforscherin und stolpert eher zufällig über einen Hinweis, der sie dazu anregt, den alten Todesfall genauer unter die Lupe zu nehmen. Man merkt sofort, dass die Autorin sich selbst sehr gut in der Ahnenforschung auskennt, denn man erfährt ganz nebenbei, welche Möglichkeiten es zur Erforschung der Ahnen gibt und wie und wo man überhaupt fündig werden kann, wenn man in der Vergangenheit graben möchte.

Juliana wirkt sehr sympathisch und auch die anderen Charaktere, mit denen man es im Verlauf der Handlung zu tun bekommt, wirken lebendig, sodass man sich die Personen mühelos vorstellen kann. Der Schreibstil ist außerdem sehr flüssig und angenehm lesbar. Die Beschreibungen der Handlungsorte sind ebenfalls gelungen. Dadurch hat man das kleine Örtchen Zwirnbach beim Lesen spontan vor Augen. Die Grundvoraussetzung für einen Krimi, der keine ganz alltägliche Ermittlerin zu bieten hat, sind also gelegt.
Die Handlung ist auch weitestgehend interessant. Es gibt immer wieder Überraschungen, die Juliana in der Vergangenheit ausgräbt. Doch leider hält sich die Spannung ein wenig in Grenzen, denn die Handlung, die durchaus ihre Reize hat, plätschert eher gemächlich vor sich hin. Im Vordergrund steht die Ahnenforschung, wer daran besonders interessiert ist, wird hier voll auf seine Kosten kommen und begeistert sein. Die Auflösung ist ebenfalls schlüssig, sodass keine Fragen offen bleiben.

Krimis gehören ja zu meinen Favoriten und deshalb fand ich die Idee, mal eine Ahnenforscherin bei Ermittlungen zu beobachten, äußerst reizvoll. Die Umsetzung hat mir leider nicht ganz so gut gefallen, wie erhofft. Denn für meinen persönlichen Geschmack waren die Hintergrundinformationen zur Ahnenforschung schon fast zu detailliert, auch wenn ich zugebe, dass sie sicher hilfreich waren, um Julianas Vorgehen nachzuvollziehen. Dennoch ging die Ausführlichkeit für mich zu Lasten der Spannung, denn ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte relativ ruhig vor sich hin plätschert. Ich habe diesen Krimi durchaus interessiert verfolgt, doch ein echtes Highlight war er für mich leider nicht. Deshalb vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala drei von fünf möglichen Sternchen.

Schneehase
11.05.2018 20:16

Inhalt: Julianna Kallberger ist mit ihrem Mann Georg vor kurzem in dessen Heimatort Zwirnbach gezogen. Dort wird die Hobby-Genealogin und Blogschreiberin durch Zufall auf einen Eintrag im Kirchenbuch aufmerksam: Im Februar 1902 wird Joseph Mayerhofer erhängt in seiner Scheune aufgefunden. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch bei ihren Nachforschungen stößt Juliana auf einen alten Zeitungsartikel, in dem der Tod des Bauern als Mordfall untersucht wurde. Julianas detektivischer Ehrgeiz ist geweckt und sie versucht den mysteriösen Todesfall zu klären. Schon bald wird sie selbst bedroht…

Meine Meinung: Mir hat dieser Krimi aus Österreich gut gefallen. Die Idee der Autorin Julia Wallner eine Hobby-Ahnenforscherin einen mehr als 100 Jahre alten Todesfall aufklären zu lassen ist ungewöhnlich, aber dadurch auch sehr interessant.
Um den Fall tatsächlich aufzuklären gab es in der Geschichte meiner Meinung nach zu viele Zufälle, die Juliana schließlich auf die richtige Fährte brachten. Aber auch wenn dies teilweise etwas arg konstruiert wirkte, hat mir das den Lesespaß dennoch nicht verdorben.
Denn die Spannung des Krimis entsteht erst in zweiter Linie durch den ungeklärten Todesfall, mich hat vielmehr Julianas Ahnenforschung gefesselt.
Vor allem wurde ich überrascht, wie viele Möglichkeiten es gibt, tief in die Vergangenheit einer Familie einzutauchen. Die Personen und Familienstrukturen sind detailliert und liebevoll dargestellt, so dass die Ortschaft Zwirnbach mit seinen Bewohnern vor meinem inneren Auge sowohl heute als auch damals lebendig wurde.
Sehr schön finde ich auch die Tipps zum Erstellen eines eigenen Stammbaums, die die Autorin in ihrem Nachwort gibt.
Mich hat das richtig neugierig gemacht, mich ebenfalls einmal mit meinen Ahnen zu befassen und tiefer in meine Familiengeschichte einzutauchen. Wer weiß, vielleicht gibt es auch unter meinen Vorfahren das eine oder andere Geheimnis...

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