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Die Welle

Regisseur:
Dennis Gansel

Darsteller:
Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Elyas M'Barek

Studio:
Constantin Film Produktion

Erschienen:
2008

Offizielle Website:
http://www.welle.film.de/

IMDb:
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2 Mitglieder haben Rezension zu diesem Film geschrieben

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Rezensionen (2)

 
Naniluna
Geschrieben von NaniLuna über Die Welle Star4
09.07.2012 17:06

Handlung:

Ein Schulprojekt in den 70ern. Inwieweit könnte es ein ähnliches System wie das von Hitler wieder geben und wie schnel? Das testet Herr Wrenger mit seinen Schülern und das Ergebnis ist erschreckend. Doch ist der Lehrer vielleicht zu weit gegangen?

Meine Meinung:

ich mag den Film sehr gern. Einfach zu sehen wie schnell es wieder ein solches System geben kann ist erschreckend und auch wie leicht manche Schüler zu beinflussen sind. Die Schauspieler sind auch toll. Besonders mag ich Jürgen Vogel, Max Riemelt und Elyas M Barek. Christiane Paul war noch nie so meins.

Die alte Version des Filmes kenne ich übrigens auch.

Wortweber
Geschrieben von Wortweber über Die Welle Star4
25.03.2008 17:44

Und wieder ein Beweis dafür, dass es in deutschen Filmen zwar weitaus weniger massenkompatible Action, dafür aber umso mehr Tiefgang und Atmosphäre gibt. Das verdankt man der tollen schauspielerischen Leistung, der Musik und der wirklich mitreißend inszenierten Kameraführung. Auch wurden Thema und Inhalt reibungslos in die Zeit des Hier und Jetzt eingepasst, ebenso wie in das „vorbelastete“ Deutschland.
Über den gesamten Zeitraum von ca. 100 Minuten wird der Zuschauer in einen Strudel gezogen, dem er sich nicht erwehren kann. Wie ein körperloser Beobachter scheint er inmitten der Geschehnisse zu stehen, sieht die Entwicklung, sieht die Fehler, den eingeschlagenen Pfad und ahnt die drohende Eskalation. Doch zugleich wird man von der Idee des festen Gemeinschaftssinnes und der plötzlichen Begeisterung und Zielstrebigkeit der Jugendlichen mitgerissen.
Ist das denn alles wirklich so schlecht? Man will dazugehören und es gleichzeitig aufhalten, gefangen in einem Zwiespalt und unter der Folter in keiner Weise eingreifen zu können, fühlt man mit jedem der Charaktere. Jeder ist besonders, jeder ist anders. Auch anders als man selbst und doch, hier und da sind Idioten, die man für ihre Courage bewundert, dort ist ein fanatischer Mitläufer, für den man nur Mitleid und Sorge empfindet und die zielstrebige Kämpferin gegen die Wellebewegung, verliert nicht unbedingt zu Unrecht Freunde. Niemand scheint irgendetwas völlig richtig zu machen und andererseits kann man keinem der Charaktere, die vielen aus der eigenen Schulzeit bekannt vorkommen werden, völlige Falschheit nachsagen.
Kein Wunder, dass nach dem eskalationsartigen Schluss für immerhin zehn Sekunden die Zuschauer im Kino keinen Muskel rührten und schwiegen. Man glaubte nach dem Trailer alles über den Film zu wissen und vielleicht trifft das sogar zu. Doch bevor man ihn nicht wie durch die Mündung einer Pistole gesehen hat, bleibt alles Spekulation.
Für diese nicht zu leugnende Atmosphäre (natürlich gibt es auch die Menschen, die sich von Anfang an ins Kino setzen, mit dem Vorsatz nichts an sich rankommen zu lassen um dann hinterher schreiben zu können, dass es sie ja gar nicht berührt hat... wie kommt das bloß?) kann man den auf Filmlänge gekürzten Versuch und die damit einhergehende Schnelligkeit der Gehirnwäsche der Teenager verschmerzen, die einem etwas ‚zu’ schnell und ‚zu’ radikal vonstatten geht. (Mal abgesehen davon, dass das wahre Experiment auch nur fünf Tage dauerte) Doch wären die Tageseinblendungen nicht, so könnte man gar nicht sagen, wie lange es dauerte und somit meine Empfehlung: Wenn Sie dieses „nur eine Woche“ nicht ausblenden können, ziehen Sie es sich auf die Länge, die Sie für logisch erachten. Die Aussage bleibt gleich und verliert auch bei einem längeren Zeitraum nichts von ihrem Schrecken. Und das ist es worauf es bei diesem Film ankommt.
Ein einziges Wort zum Schluss: Mitreißend!

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