Christianlazar
Geschrieben von ChristianLazar über Abbitte (Atonement) Star3
28.04.2008 19:33

Da es Joe Wright mit "Pride and Prejudice" nicht sonderlich schlecht ging, entschied er sich scheinbar nochmal dafür, einen Roman von Ian McEwan zu verfilmen, wieder mit Keira Knightley an Bord. Dieses Mal gesellt sich allerdings James McAvoy hinzu.
Wir befinden uns im England der 30er, im Anwesen der Tallis. Briony hat gerade ihr Theaterstück beendet, und sieht dabei eine Szene zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia (Knightley) und dem Gärtner (McAvoy), die sie falsch interpretiert. Was sie nicht ahnt, ist dass zwischen den beiden möglicherweise eine Romanze am warmwerden ist. Briony erhält danach auch von Robbie (McAvoy) einen Brief, den sie Cecilia geben muss, den sie ohne Erlaubnis liest, um so etwas zu erfahren, was sie nie hätte wissen sollen. Es kommt, wie es kommen muss, Briony verpetzt die beiden und ausserdem beschuldigt sie Robbie an einer Vergewaltigung, der er nicht begangen hat. Robbie wird in den Knast gesperrt und Cecilia hasst bis ans Ende ihrer Tage ihre kleine Schwester. Danach spielt der Film abwechselnd in Frankreich und England, das Leben von Cecilia und Robbie wiedergebend. Ab da verliert "Atonement" wirklich jede Qualität, der Film wird einfach nur noch lästig und langatmig. Ich war kurz davor, den Kinosaal vor Schluss des Filmes zu verlassen (wäre übrigens das erste Mal, das ich das getan hätte). Die Zeitsprünge in der Handlung sind manchmal sehr gut gelungen, manchmal aber auch überflüssig. Somit kann man den Film meiner Ansicht nach recht einfach zusammenfassen: gute Darsteller, starker Anfang, nach der Verhaftung von Robbie wird der Film aber jede Minute schlechter. Die Musik ist ganz nett, allerdings ähneln sich die Stücke sehr, der Schreibmaschinenstomp ist aber dennoch ziemlich innovativ und nett. Allerdings ist für mich der Oscar unverdient, denn es gab weit bessere Soundtracks im letzten Jahr, allen voran der von "There Will Be Blood".

 
 

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