Christianlazar
29.09.2013 17:25

Die Cellistin Rebecca Foon dürfte einigen als Mitglied von Set Fire To Flames oder Thee Silver Mt Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band bekannt sein. Und falls nicht wird es mal Zeit.
Saltland ist jetzt also ihr Solo-Projekt, und bei diesem Album handelt es sich um das Debüt. Bei Constellation Records erschienen bleibt es auch der Linie des Labels treu (GY!BE, Matana Roberts, Colin Stetson), nach der den Künstler anscheinend viele Freiheiten gegeben werden.
Es schlängelt sich etwas mysteriöses um diese Töne, die hier einem entgegen kommen. Seien es die Streicher, die über einen hinwegziehen und sich am Himmel befestigen, deren Kontrast dazu der Boden der leichten Perkussion darstellt. Sei es die Tatsache, dass auf die Schnelle Mitglieder von Arcade Fire hier mitwirken oder Colin Stetson mit seinem brutalen Saxophonspiel einfach mal aushilft. Hier entstehen Bilder zur Musik; ich sehe, passend zum Titel, den Salar de Uyuni vor mir wie vor ein paar Jahren, unten weiß, oben blau, eine spiegelglatte Oberfläche, in welcher der Boden in den Himmel, der Himmel in den Sand projiziert wird. Eine unwahrscheinliche Fusion aus Streichern, Perkussion und leichten Beats, die aber im perfekten Gleichgewicht ist. Weite Landschaften, die mindestens genau so weit gehen wie die Gedanken beim Abspielen dieses überaus guten Albums, dass als ein Debut Lust auf mehr macht und dessen schönste Qualität es ist, dass es einfach nach etwas eigenständigem klingt, losgelöst von Allem.
So losgelöst, dass man sich manchmal wünschen könnte, dass es nur ein bisschen greifbarer wäre.

 
 

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über

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I Thought It Was Us But It Was All

Von:
Saltland

UPC:
666561009427

Label:
Constellation (Cargo Records)

Erschienen:
2013