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Rezensionen (5)

 
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Geschrieben von stiftfanatikerin über Der Vollstrecker Star5
24.08.2011 13:06

Wie bereits im Vorgänger "Der Kruxifix-Killer" ermittelt auch in diesem Fall das Ermittlerteam Robert Hunter und Carlos Garcia in Los Angeles.

Nach dem Fund der ersten Leiche, der katholische Priester Vater Fabian, gehen die Ermittler noch von einem Ritualmord aus. Vater Fabian war grotesk zugerichtet und lag in einem Blutbad in seiner Kirche.

Bald wird jedoch klar, dass das Morddezernat hier vor einem weitaus größeren Problem steht denn es werden weitere Opfer gefunden. Nach und nach werden die Zusammenhänge und auch das Motiv des Täters immer klarer.

Der Mörder nutzt die tiefsten und geheimsten Ängste seiner Opfer um sie genau damit zu Tode zu foltern – eine alte Methode, von Chris Carter absolut glaubwürdig und realistisch beschrieben und umgesetzt.

Hilfe bekommt das sympathische Ermittlerduo von der Ausreißerin Monica, die in ihren Visionen die Taten aus der Perspektive des Mörders sieht.

Hunter und Garcia haben nicht viel Zeit – auch Monicas Leben ist bedroht…

Chris Carter lässt den Leser in die tiefsten Abgründer der menschlichen Psyche schauen und man bekommt eine ungefähre Vorstellung dessen, was in manchen Psychopathen vorgehen mag. Die Beschreibung der Taten ist stellenweise wirklich sehr schockierend und verstörend – zartbesaitete Gemüter würden das Buch vermutlich schnell aus der Hand legen, Chris Carter schreibt einfach so realistisch, dass man "mittendrin statt nur dabei" ist.

Entgegen manch anderem Thriller, wo man nicht viel eigenes Detektivgespür benötigt, war ich bei diesem Buch dem (ungefähren) Motiv sehr schnell auf der Spur, dem Täter jedoch bis zuletzt nicht.

Fazit: Ein Thriller der harten Sorte, den man kaum aus der Hand legen kann. Ich warte gespannt auf weitere Teile der Serie.

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Geschrieben von stiftfanatikerin über Stalker Star4
23.02.2008 09:24

Zum Inhalt:

Der Albtraum einer jeden Mutter wird für Kara Marshall erschreckende Realität: Ihre Tochter Lindsay verschwindet eines Nachts spurlos aus ihrem Zimmer.

Kurz zuvor hatte Lindsay ihr von einem Fremden erzählt, der sie belästigt hatte. Kara befürchtet das Schlimmste. Als sich noch weitere Menschen auf mysteriöse Weise in Luft auflösen, wird ihr grauenvoller Verdacht zur schrecklichen Gewissheit.

Mein Eindruck:

"Stalker" ist ein flüssig zu lesender, schlüssiger und - trotz bestimmer Vorhersehbarkeiten - spannender Psycho-Thriller.

Sicher weiß man spätestens ab der Mitte nach aufmerksamem Lesen wer der Täter ist. Die wirklichen Beweg- und Hintergründe erschließen sich jedoch erst ziemlich am Ende.

Das Finale ist kurz und "schmerzlos" - nicht unbedingt das, was mancher Leser sich erwünscht - aber doch schlüssig.

Fazit: empfehlenswert und mal nicht "typisch John Saul"

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Geschrieben von stiftfanatikerin über Nachtblau Star3
29.09.2007 09:48

... trotzdem würde ich nicht sagen, dass dieses eins der schlechtesten ist.

Es lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Handlung wird gut aufgebaut, hat ca. in der Mitte des Buches ihren Höhepunkt, fällt dann wieder ab und gipfelt schließlich in einem (einigermaßen) überraschenden Ende.

Manche Dinge sind wohl etwas weit her geholt, übertrieben und verzerrt dargestellt.

Alles in allem kann man sich aber gut in Ludmilla und ihr "Vampir-Werden" hineinfühlen. Zum Ende stand mir sogar das Wasser in den Äuglein...

Fazit: seichter Schmöker ;-)

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Geschrieben von stiftfanatikerin über Qual Star4
22.09.2007 17:46

Zum Inhalt:

Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr ...

Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben, und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn so oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davonträgt. Der leicht behinderte Junge kommt in ein Kinderheim, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich und flüstert Blaze ein, einen größeren Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe ...

Mein Eindruck:

King versteht es (als Bachman) wieder einmal alle Facetten einer menschlichen Seele überzeugend darzustellen. Das Buch ist für mich der total "Pageturner" gewesen - ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Zu spannend war die Entwicklung der Baby-Entführung, die liebevolle Beschreibung über die Entstehung einer Art "Beziehung" zwischen Blaze und dem kleinen Joey. Rührend und traurig zugleich. Auch die Zeitsprünge in Blaze's Vergangenheit waren absolut überzeugend und detailgetreu. Schlussendlich steht man sogar auf der Seite des (vermeintlich) Bösen...

Fazit: sehr empfehlenswert

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Geschrieben von stiftfanatikerin über Der Kindersammler Star5
16.09.2007 12:02

"Der Kindersammler" war mein erstes Buch mit dem Thema "Kindesmissbrauch / Kindermörder". Ich fand es teilweise ziemlich heftig - hätte ich schon ein Kind, hätte ich es bestimmt ab der Mitte weggelegt. Am Ende hab ich sogar ein kleines Tränchen verdrückt.

Die Spannung zieht sich meiner Meinung nach durch das gesamte Buch - im Mittelteil flacht sie zwar etwas ab, das Ende ist dafür umso rasanter. Im Großen und Ganzen lässt es sich trotz der Zeitsprünge flüssig lesen und man kann super folgen.

Fazit: sehr empfehlenswert, von der Autorin werde ich in Zukunft sicher weiteres lesen